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Vay erobert Vegas mit teleoperiertem Mietwagen

Das Berliner Start-up Vay schreibt ein neues Kapitel der Mobilität und bringt den teleoperierten Mietwagen-Service nach Las Vegas. Bei der Technologie werden Leihautos ferngesteuert zu den Kunden gebracht. Verlängerung in Hamburg steht noch aus.

Der Kunde fährt mit dem Mietwagen zu seinem Ziel, Vay pilotiert das Fahrzeug ferngesteuert weiter.| Foto: Vay
Der Kunde fährt mit dem Mietwagen zu seinem Ziel, Vay pilotiert das Fahrzeug ferngesteuert weiter.| Foto: Vay
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Johannes Reichel
von Thomas Kanzler

Nach Übernahme des Steuers durch die Nutzer besteht die Option, das Fahrzeug selbst zu parken oder an einen sogenannten "Telefahrer" zu übergeben, der das Auto per Funk vom Computerbildschirm aus steuert. Die Abrechnung erfolgt minutengenau, wie Vay bei Dienststart bekannt gab. Das Fahren kostet 30 US-Cent pro Minute, während Zwischenstopps, beispielsweise zum Einkaufen, mit 3 US-Cent pro Minute berechnet werden. Parallel dazu arbeitet Vay daran, einen vergleichbaren Dienst in Hamburg, Deutschland, zu starten. Nach einer Pilotphase mit Ausnahmegenehmigung bis Ende 2023 wird aktuell über eine Verlängerung verhandelt. Für ein kommerzielles Angebot hierzulande, wäre allerdings eine Regelung auf Bundesebene notwendig.

Partnerschaft mit Kia

Vay investierte rund fünf Jahre in die Entwicklung dieser wegweisenden Technologie, die in Fahrzeugen von Kia integriert ist. Hierbei wurden die Autos unter anderem mit zusätzlichen Kameras und Steuertechnik ausgestattet, wobei die Kosten pro Fahrzeug laut Mitgründer und CEO Thomas von der Ohe im vierstelligen Bereich liegen. Die Sicherheit wird durch eine vierfache Signalübertragung gewährleistet, und die Verzögerung bei der Übertragung liegt Vay zufolge im zweistelligen Millisekundenbereich während eines Bremsvorgangs. Die Telefahrer durchlaufen eine Schulung auf einem geschlossenen Gelände, bevor sie auf die Straße dürfen.

„Es freut uns sehr, dass wir unsere Vision in den USA so schnell zum Leben erwecken können. Wir entwickeln unsere Technologie seit 5 Jahren und sind bereit für den Launch“, erklärt Thomas von der Ohe, Mitgründer und CEO bei Vey. „Unser bequemer, günstiger und nachhaltiger Tür-zu-Tür-Mobilitätsservice zielt darauf ab, die Städte von parkenden Autos zu befreien und sie lebenswerter und grüner zu machen."

Was bringt die Zukunft?

Von der Ohe betont die zukünftigen Geschäftsmöglichkeiten, insbesondere mit der zunehmenden Integration von Kameras und digitaler Steuertechnik ab Werk in immer mehr Fahrzeugen. Dies könnte die Notwendigkeit für aufwändige technologische Anpassungen minimieren. Vay ist bereits in Gesprächen mit Autobauern, um solche Entwicklungen weiter voranzutreiben. In Las Vegas startet Vay zunächst mit einer begrenzten Anzahl von Fahrzeugen im Uni-Viertel der Stadt und plant, die Verfügbarkeit des Dienstes schrittweise auszubauen, um Nutzern im Durchschnitt binnen fünf Minuten ein Fahrzeug bereitzustellen.

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