Urban Cargo: Emissionsfreie Food-Delivery per E-Trike

Mit E-Lastenrädern und E-Trikes in Kombination mit einem mobilen Logistik-Hub-Container beliefert das Berliner Start-up Privatkunden und Bioläden und ersetzt damit fünf Diesel-Vans.

Mobil und kühl: Urban Cargo hat ein Konzept mit Food-Container als Hub entwickelt, von dem aus man mit E-Trike-Scootern und E-Cargobikes beliefert. | Foto: Urban Cargo
Mobil und kühl: Urban Cargo hat ein Konzept mit Food-Container als Hub entwickelt, von dem aus man mit E-Trike-Scootern und E-Cargobikes beliefert. | Foto: Urban Cargo
Redaktion (allg.)
von Johannes Reichel

Der Berliner „White-Label“-Logistik-Dienstleister Urban Cargo hat ein neues Konzept für die City-Logistik gestartet. Nach sechswöchiger Testphase geht Berlins dem Vernehmen nach erstes "Non-permanent Micro-Hub" (NoM-Hub) in den Betrieb. Das sogenannte NoM-Hub basiert auf einem 20-Fuß-Container mit Kühlung. Dieser bietet bei knapp sechs Meter Länge ein Volumen von rund 30 m³ und steht mit einem 380-V-Stromanschluss im Rahmen einer Sondernutzungsgenehmigung auf dem öffentlichen Parkplatz am Olivaer Platz, im Zentrum der City-West im zentralen Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Von dem Standort aus beliefern sieben Kuriere pro Tag 150 bis 250 private Kunden und Bio-Läden innerhalb des Bezirks.

Ersetzt fünf Vans: Taggleiche und emissionfreie Belieferung

Auftraggeber sind große Onlinehändler und Bio-Lebensmittelproduzenten aus dem Umland, darunter Ökodorf Brodowin, Vollkern oder fruiton|Obst fürs Büro. Die Anlieferung am NoM-HUB erfolge nachts zwischen 4 und 7 Uhr, schildert der Anbieter. Die Sendungen werden dann ab 8 Uhr taggleich auf 60- bis 90-minütigen Touren umweltfreundlich und CO2-frei mit elektrischen Leichtfahrzeugen sowie E-Cargobikes zugestellt. Durch dieses neue System will man etwa vier bis fünf Diesel-betriebene Transporter im Liefergebiet ersetzen. In dem Container-Hub werden momentan neben den Zustellsendungen auch Desinfektionsmittel, Handschuhe und Mundschutz für die Kuriere vorgehalten.

„Wir übersetzen KEP schon lange mit Kreativ, E-mobil, pragmatisch. In dieser Tradition steht auch unsere neue NoM-Hub-Idee. Unser Ziel ist es, in jedem Berliner Stadtteil in Kooperation mit den Bezirken solch ein flexibles NoM-Hub als City-Hub zu errichten", erklärt Roland Prejawa, Gründungsgesellschafter und Geschäftsführer von Urban Cargo.

Dazu suche man jetzt auch weiter lokale Partner als Franchisenehmer. Die Container, Genehmigungen, E-Fahrzeuge, Last-Mile-Software und ein ausgewählter Kundenstamm würden dann gestellt, skizziert Prejawa weiter.

Printer Friendly, PDF & Email