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Upway: E-Bike-Refurbisher expandiert nach USA

Ein stark wachsendes Feld ist der Vertrieb runderneuerter E-Bikes. So gut geht das Business, dass der französische Spezialist mit Filiale in Berlin nach USA expandiert - teils mit adaptierter Technik.

Zweites Leben für's Zweirad: Die Gründer von Upway Toussaint Wattinne (rechts) und Stéphane Ficajawollen E-Bikes erschwinglich machen und bereiten auch mit Standort in Berlin gebrauchte Pedelecs wieder auf. | Foto: Upway
Zweites Leben für's Zweirad: Die Gründer von Upway Toussaint Wattinne (rechts) und Stéphane Ficajawollen E-Bikes erschwinglich machen und bereiten auch mit Standort in Berlin gebrauchte Pedelecs wieder auf. | Foto: Upway
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Johannes Reichel

Der Refurbishment-Spezialist für E-Bikes Upway hat auf dem Websummit in Lissabon angekündigt, das Geschäft bis Jahresende auch auf die Vereinigten Staaten ausdehnen zu wollen. Das Unternehmen wurde im November 2021 von den beiden Ex-Uber-Managern Toussaint Wattinne und Stéphane Ficaja in Paris gegründet. Nach Frankreich, Belgien und den Niederlanden ist das Angebot von Upway seit dem Sommer 2022 auch in Deutschland vertreten. Mit den USA werde man innerhalb von zwölf Monaten in fünf Märkten aktiv sein.

"Deutschland ist eine Fahrradnation und das Interesse an E-Bikes ist hier in ganz Europa am stärksten. Daher sind wir mit großen Erwartungen auf dem deutschen Markt gestartet", erklärte Toussaint Wattinne, Co-Gründer und CEO von Upway.

Man habe Mitte des Jahres in Berlin unsere zweite Werkstatt eröffnet, die doppelt so groß sei wie der Pariser Standort. Mit über 700 Produkten reklamiert der Anbieter die größte Auswahl an generalüberholten E-Bikes in Deutschland, von City-E-Bikes bis hin zu Cargo-, Longtail-, Trekking- und Mountain-E-Bikes. Man sieht sich damit eine führende Rolle bei der Vermeidung von unnötigem Elektroschrott, wie es heißt. Man habe bereits viele tausende E-Bikes zurück in den Kreislauf gebracht. Das Potenzial des amerikanischen E-Bike-Marktes sei riesig, so die Einschätzung.

"Der Absatz von E-Bikes in den USA ist in den letzten drei Jahren sprunghaft angestiegen und wird laut LEVA (Light Electric Vehicle Association) bis 2025 voraussichtlich mindestens drei Millionen Einheiten pro Jahr erreichen", prognostiziert Toussaint Wattinne weiter.

Dieses Wachstum in den USA werde von der zunehmenden Verkehrsüberlastung in den Großstädten, dem wachsenden Interesse am Radfahren als Fitness- und Freizeitaktivität und der Bereitschaft der Verbraucher zu einer umweltfreundlichen Lösung für den Arbeitsweg angetrieben. Das erste US-Warenlager soll in Brooklyn, New York eröffnet werden. Für den amerikanischen Markt zeichnet sich Ex-Uber-Manager Maxime Renson verantwortlich, der zuletzt Uber Eats in New York leitete.

Mehr Power in USA: Bis zu 750 Watt am Rad, bis 45 km/h

Mit einem lokalen Team passt sich Upway den vielen Unterschieden zwischen den USA und Europa an: E-Bikes können hier mit bis zu 28 mph bzw. 45 km/h (im Vergleich zu 25 km/h in Europa) unterstützen, auch die Motoren sind mit bis zu 750 W - im Vergleich zu 250 W in Europa - weit leistungsstärker. Zu den beliebtesten Marken gehören hier US-Hersteller wie Rad Power Bikes, Specialized oder Aventon. Erste amerikanische Stadtverwaltungen fördern den Radverkehr und investieren beispielsweise in den Ausbau von Fahrradwegen, um die Verkehrssicherheit für Radfahrer zu erhöhen und die Umwelt zu schonen. Denn fast die Hälfte aller Autofahrten in den USA sind laut der amerikanischen Straßenverkehrsbehörde kürzer als 4,8 Kilometer.

Kostengünstige und emissionsfreie Mobilität

Upway will den Wandel hin zu einer emissionsärmeren und kostengünstigeren Mobilität beschleunigen, indem es möglichst vielen amerikanischen Haushalten hochwertige, wiederaufbereitete E-Bikes zu einem erschwinglichen Preis anbietet. Finanziert wird die Expansion mit Hilfe der letzten Investitionsrunde in Höhe von 25 Millionen US-Dollar, an der auch der amerikanische Risikokapitalgeber Sequoia beteiligt ist. Insgesamt erhielt das Start-up in zwei Finanzierungsrunden bereits ein Investment in Höhe von 31 Millionen Dollar. Weitere Kapitalgeber sind Exor Seeds, Fonds Origins und Global Founders Capital.

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