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Upcycling einmal anders: Lorinser „Restomods“

Es muss nicht immer neu sein: Nachdem die Schweizer Armee jetzt im großen Stil die über 20 Jahre alten Puch G ausmustert und neuere G-Klassen einrücken, starten einige der „Ausscheider“ bei Lorinser Classic in ihr zweites Leben.

Zweites Leben: Lorinser "upcycelt" Ex-Militär-G-Modelle. | Foto: Lorinser
Zweites Leben: Lorinser "upcycelt" Ex-Militär-G-Modelle. | Foto: Lorinser
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Gregor Soller

Die Schwaben machen aus dem Ex-Militär einen puristischen „Restomod“ nach dem Geschmack moderner Offroad-Fans. Zu sehen ist das Ergebnis auf der Retro Classics, die vom 7. bis 10. März wieder in Stuttgart stattfindet. Bis zum Jahr 2000 wurde die G-Klasse nicht nur in ihrem Herstellungsland Österreich, sondern auch in der Schweiz als Puch vermarktet.

 Die von Lorinser restaurierten Modelle der Schweizer Armee besitzen den langen Radstand und sind als Pritschenwagen ausgeführt. Auf den längsseitig montierten Sitzbänken finden bis zu sechs Personen Platz, wobei die Fahrerkabine durch ein robustes Gitter abgetrennt ist. Die Geländewagen aus den frühen 90ern wurden von Lorinser Classic unter anderem in verschiedenen Farben neu lackiert. So trägt ein Exemplar ein Mattschwarz zur Schau und erhielt eine neue Plane in kontrastierendem Rot. Damit das Designkonzept auch bei offenem Verdeck erhalten bleibt, sind die robusten Kunstledersitze bei diesem Exemplar ebenfalls in der Signalfarbe gehalten: „Original-Armee-Geländewagen gibt es viele – wir wollten die Basis deshalb nicht einfach nur originalgetreu restaurieren, sondern etwas Neues schaffen“, erläutert Geschäftsführer Marcus Lorinser. Das Ergebnis ist ein puristischer Umbau im Stil eines „Restomods“.

Und da ein „G“ auch im Alter viel abkann, hat Lorinser den Ex-Armeelern LED-Arbeitsscheinwerfer in den Stoßfängern und eine moderne Seilwinde spendiert, dazu eine Anhängerkupplung. Zur komplett überholten Karosserie passt die Antriebstechnik, die abgas- und CO2-seitig allerdings nicht die neuesten Normen erfüllt: Die robusten 230-GE-Benziner (116 PS/85 kW) sind mit einem motorschonenden Automatikgetriebe ausgestattet und haben in der Regel erst vor kurzem die 100.000-Kilometer-Marke überschritten. Der Preis? Für das abgebildete Modell ruft Lorinser 33.200 Euro netto auf, der aktuelle G 350 D startet bei 79.850 Euro netto. Insofern "G-eht" der Preis für Puristen in Ordnung...

Was bedeutet das?

Nachdem die neuen G sich weit vom Ursprung entfernt haben und auch in Sachen Verbrauch keine Glanzlichter setzen können, sind die „Restomods“ von Lorinser eine ressourcenschonende (wenn auch nicht wirklich preisgünstige) Möglichkeit, wenig benutzten Gefährten ein zweites (oder vielleicht sogar fast ewiges) Leben zu geben – vielleicht künftig auch mit E-Antriebsstrang?

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