Universität Duisburg-Essen (UDE): Prof. Ellen Enkel folgt Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer

Ellen Enkel ist die neue Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Mobilität an der Universität Duisburg-Essen (UDE).

Neues Gesicht in der Branche: Prof. Ellen Enkel übernimmt an der Uni Essen-Duisburg Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Mobilität. | Foto: Bettina Engel-Albustin
Neues Gesicht in der Branche: Prof. Ellen Enkel übernimmt an der Uni Essen-Duisburg Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Mobilität. | Foto: Bettina Engel-Albustin
Gregor Soller

Die Uni Duisburg-Essen hat nach der Verrentung von Prof. Duddenhöffer, der seinerseits an die Uni St. Gallen wechselte, dessen Nachfolgerin vorgestellt. Auch die erforscht die Veränderung neuer  Technologien die Mobilitätsbranche, Dazu forscht sie, welche innovativen, branchenübergreifenden Geschäftsmodelle Unternehmen entwickeln können. Prof. Dr. Dieter Schramm, Dekan der Ingenieurwissenschaften, erklärt dazu:

„Mit Ellen Enkel haben wir eine exzellente Nachfolgerin für Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer gefunden, die in der Mobilitätsforschung unserer Fakultät neue Akzente setzen wird. Frau Enkel ist eine profilierte, in Wissenschaft und Industrie hervorragend vernetzte Forscherin, die unsere Schwerpunkte Automobil, Logistik und Schiffstechnik mit ihren Schwerpunkten ideal ergänzen wird.“

Nie war Technologie wichtiger als heute, sagt Professorin Enkel:

„Die Zeiten, in denen man Unternehmen einer Branche eindeutig durch Produkte zuordnen konnte, sind vorbei. Die aktuell fünf erfolgreichsten Unternehmen haben gemeinsam, dass sie sich kurzfristig auf neue Techniken und Marktbedingungen einstellen, kontinuierlich ihre digitalen, plattformbasierten Geschäftsmodelle anpassen und gezielt ihre Umgebung beeinflussen.“

So ist beispielsweise der einstige Buchhändler Amazon zu einem Marktplatz für Produkte aller Art und einem Cloud-Anbieter mit großer Kompetenz in Datenanalyse geworden.

Mobilitätsindustrien fordert diese Entwicklung massiv heraus: Die Marktentwicklungen etwa in den Bereichen Automotive, Logistik und Schiffstransport seien nicht mehr so einfach planbar. Konkurrenz drohe aus der schnelleren IT- und Serviceindustrie, weshalb Mobilitätsunternehmen zügig alte Innovationsmuster verlassen müssten.

„Ich sehe diese Entwicklung wie ein Aufholrennen, das nur gewonnen werden kann, wenn Mobilitätsunternehmen mit Start-ups, Technologiepartnern aus anderen Industrien und uns, in der Forschung, kooperieren.“

Ellen Enkel studierte Biologie, Pädagogik und Theologie in Paderborn und Bielefeld, promovierte in Wirtschaftspädagogik und widmete sich ab 1999 an der Universität St. Gallen/Schweiz offenen Innovationsprozessen in technologiebasierten Unternehmen. 2008 wurde sie Professorin für Innovations-Management an der Universität Friedrichshafen und leitete das Dr. Manfred Bischoff Institut für Innovationsmanagement der Airbus Group. Bis zu Ihrem Ruf an die UDE forschte sie zu kollaborativen Geschäftsmodellen und zur Digitalisierung vor allem in der Automobil- und Luftfahrtindustrie. 

Was bedeutet das?

Mit dem altersbedingten Wechsel nach St. Gallen verliert die Uni Essen-Duisburg ihren bekannten  „Auto-Professor“ Ferdinand Dudenhöffer, dessen Stelle jetzt planmäßig neu besetzt wird. Man darf gespannt sein, wie die Uni und Frau Enkel das spannende Thema Forschung im Automotive-Bereich weiterführen werden.

 

Printer Friendly, PDF & Email