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Uni Aachen –KI automatisiert die Batteriedemontage

Mit zahlreichen Partnern aus Wissenschaft und Industrie arbeitet die renommierte Technik-Hochschule an der Entwicklung einer industriellen Batteriedemontage-Linie

KI-gesteuert soll der Batterie-Demotage-Prozess vollautomatisiert werden.| Foto: RWTH Aaachen
KI-gesteuert soll der Batterie-Demotage-Prozess vollautomatisiert werden.| Foto: RWTH Aaachen
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Thomas Kanzler

Ziel ist es, eine Batterierecycling-Prozessstraße zur automatischen Zustandsklassifizierung (State-of-Health), Entladung und robotergestützten Gehäusedemontage von gebrauchten hochkapazitativen Lithium-Ionen Batterien zu entwickeln. Dabei arbeitet der Lehrstuhl „Production Engineering of E-Mobility Components“ (PEM) der RWTH Aachen mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie zusammen, gefördert wird das Projekt zusätzlich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Insgesamt neun Partner arbeiten daran, die Zerlegung von Antriebsbatterien künftig mit Hilfe von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen zu industrialisieren. Im Rahmen des Projekts soll ein Anlagenprototyp errichtet werden, der zur Verknüpfung automatisierter und manueller Prozessschritte in der Batteriedemontage dient. Außerdem sollen Schnittstellenprozesse zur Entladung und zur mechanischen Aufbereitung der Akkus vor dem Recycling untersucht und Richtlinien für ein künftiges „Design for Disassembly“ abgeleitet werden.

„Derzeit werden die unterschiedlichen Akku-Systeme noch weitestgehend manuell zerlegt, was sehr zeitaufwendig und kostspielig ist“, sagt PEM-Leiter Professor Achim Kampker. „Für eine effiziente Kreislaufwirtschaft ist eine automatische Batteriedemontage unerlässlich.“

Neben der RWTH Aachen und der Hahn Automation Group als Konsortialführer sind unter anderen BASF, Volkswagen und Recycling-Experte Cylib an dem Projekt beteiligt.

„Mit dem wachsenden Marktanteil von Elektrofahrzeugen steigt auch die Anzahl von Batteriesystemen, die nach ihrer Nutzungsdauer im Fahrzeug ausgemustert und verwertet werden müssen“, erklärt Kampker.

Im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft würden dazu skalierbare, praxistaugliche Prozesse entlang der Wertschöpfungskette benötigt, von der Entnahme der Antriebsbatterie aus dem Fahrzeug bis hin zu einer Rückführung der zahlreichen Materialien in die Produktion neuer Batteriegenerationen. In dieser Prozesskette komme der Demontage eine zentrale Bedeutung zu, da man bislang mit äußerst unterschiedlichen Herstellerdesigns und individuellen Zuständen der Batterien umgehen müsse. Zudem erfordere das Recycling kontinuierliche Materialströme.

Was bedeutet das?

Innerhalb von drei Jahren wollen die Kooperationspartner eine Batterie-Demontage-Lösung präsentieren können. Die Uni Aachen ist nicht nur bei der Entwicklung von E-Fahrzeugen präsent.

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