Umstieg VW Tiguan/Fiat 500e: Kleiner Stromer statt großer SUV

Unsere Kollegin Julia Mogilevska hat den großen Schritt gewagt: Nach dem Ende ihres Leasingvertrags stieg sie um, aus dem Verbrenner, in den Stromer. Sie tauschte einen VW Tiguan Diesel gegen einen Fiat 500 Elektro. Erste Eindrücke zeigen viel Licht, aber auch Schatten.

Umsteigerin: Vom Verbrenner-SUV auf den Elektro-Kleinwagen - unsere Event-Chefin Julia Mogilevska wagte den Schritt und zieht eine positive erste Bilanz. | Foto: HUSS-VERLAG
Umsteigerin: Vom Verbrenner-SUV auf den Elektro-Kleinwagen - unsere Event-Chefin Julia Mogilevska wagte den Schritt und zieht eine positive erste Bilanz. | Foto: HUSS-VERLAG
Redaktion (allg.)

Der Schritt einen SUV gegen einen kleinen Stadtflitzer einzutauschen, war für mich im wahrsten Sinne groß und schwer. Aber wie schon der Name „Stadtflitzer“ besagt, merkte ich schnell, was für Vorteile es hat, ein kleines Auto in der Stadt zu fahren und dann auch noch vollelektrisch. Doch von Anfang an: Das Leasing für meinen VW Tiguan TDI 4Motion DSG lief aus und ein neues Auto musste her. Aufgrund der Lieferschwierigkeiten der Hersteller und der Kosten, war es einfach nicht möglich, ein vergleichbares Auto zu bekommen.

Das Angebot, einen Fiat 500e Icon Dreitürer bei der FCA-Tochter Leasys zu leasen, kam da genau zur richtigen Zeit! Und klar, die in der monatlichen Rate enthaltene Bafa-Umweltpräme von 6.000 Euro machte das Angebot zusätzlich schmackhaft: 150 Euro für den Elektro-Fiat statt 250 Euro für den Diesel-VW, das war einfach zu verlockend.

Auf einmal bekommt man andere Parkplätze!

Für zwei Wochen habe ich nun beide Autos, danach verabschiede ich mich vom Tiguan. Obwohl ich SUVs liebe und auch dazu stehe, merkte ich relativ schnell, wieviel besser doch ein kleines Auto in der Stadt ist. Parkplätze die vorher viel zu klein waren, sind jetzt kein Problem mehr. Das Gleiche gilt übrigens auch für kleine schmale Gassen. Außerdem fahre ich jetzt elektrisch und das macht Spaß und tut der Umwelt gut!

Aber elektrisch Fahren bedeutet eben auch, das Auto laden zu müssen und genau hier war ich doch am Anfang ziemlich frustriert! Vor meiner Nase schnappte mir jemand den letzten Platz an der Ladesäule weg und später wurde mir eine Gebühr berechnet, weil der Fiat über Nacht geladen hat. Doch wenn man wirklich spät nach Hause kommt und laden muss? Soll ich nachts nochmal zum Umparken aufstehen? Sicher nicht!

Somit funktioniert meiner Meinung nach elektrisch Fahren nur richtig gut und reibungslos, wenn man entweder zu Hause direkt eine eigene Ladesäule hat oder bei der Arbeit in Ruhe laden kann. Ach und das Thema mit den verschiedenen Anbietern, will ich erst gar nicht erwähnen. Eine App die wirklich alle Ladesäulen erfasst, wäre großartig! Gut, ich stehe ja noch am Anfang der E-Mobilist*innen-Karriere ...

Die erste Fahrt auf der Autobahn war auch "hochspannend" – vor allem, wie schnell mein 42-kWh-Akku plötzlich Richtung Null ging. Da habe ich meinen Tiguan schon sehr vermisst! Nicht nur wegen der Reichweite, sondern auch wegen des Komforts.

Mein Fazit:

Ich möchte den kleinen Fiat 500e nicht mehr missen, er ist einfach zu praktisch für die Stadt. Aber für wen ein Auto mehr ist, als bloß ein Fortbewegungsmittel, und das trifft bei mir auf jeden Fall zu, der wünscht sich einfach mehr Komfort und auch deutlich mehr Platz im Auto. Hey lieber Fiat, du bist im Moment genau das richtige für mich. Hey geliebter SUV – in ein paar Jahren habe ich dich wieder. Aber dann gern vollelektrisch. Julia Mogilevska/jr

Printer Friendly, PDF & Email