Uber launcht Letzte-Meile-Shuttle im Umland von München und Berlin

"Heimbringer-Option": US-Fahrdienstvermittler will bessere “Letzte Meile”-Anbindung an den ÖPNV in Außenbezirken realisieren und startet ein Angebot für vermittelte Fahrten ab U-Bahn-Endhaltestellen. Die Fahrten kommen im Umkreis von 2,5 km zum Festpreis von 6 Euro.

Rund um den Kirchturm - und um den Bahnhof: Uber will die "Letzte-Meile"-Anbindung im ländlichen Umland von Metropolen verbessern und baut dabei auf gute Erfahrungen in Kirchheim b. München auf. | Foto: Uber
Rund um den Kirchturm - und um den Bahnhof: Uber will die "Letzte-Meile"-Anbindung im ländlichen Umland von Metropolen verbessern und baut dabei auf gute Erfahrungen in Kirchheim b. München auf. | Foto: Uber
Johannes Reichel

Der US-Fahrdienstvermittler Uber hat vor kurzem in Berlin und München Pilotprojekte zur besseren Anbindung von städtischen Außenbezirken gestartet. Die sogenannte Uber “Heimbringer”-Option vermittelt ab sofort Fahrten von allen Münchner U-Bahn-Endhaltestellen sowie von allen U-Bahn-Endhaltestellen außerhalb des Berliner S-Bahn-Rings zu einem Festpreis von sechs Euro. Dieser gilt ab den Haltestellen bis zu Zielen im Umkreis von 2,5 Kilometern. Der Anbieter beabsichtigt damit, die “letzte Meile”-Anbindung zwischen dem ÖPNV und den Wohnorten der Berliner und Münchner zu verbessern und Alternativen zum privaten PKW anzubieten. Der neue Service basiert auf den Erfahrungen, die Uber mit Pilotprojekten in Falkensee bei Berlin und Kirchheim bei München sammeln konnte. Dort habe man erfolgreich demonstriert, dass attraktive, digital vermittelte Mobilitätsangebote auch in ländlich geprägten Regionen oder am Stadtrand möglich sei, reklamiert der Anbieter. Dank positiver Resonanz der Partnergemeinden wurden beide Projekte über die Pilotphase hinaus verlängert.

Der sogenannte “Heimbringer”-Service soll noch weiter gehen und vermittelt ein Mobilitätsangebot in städtischen Außenbezirken für eine breitere Zielgruppe. In Berlin finden schon heute fast die Hälfte aller Fahrten, die Uber an Mietwagenpartner vermittelt, außerhalb des S-Bahn-Rings statt, begründet der Fahrdienstvermittler die Initiative. Auf diese hohe Nachfrage reagiere man mit dem neuen Angebot.

“Allein in Berlin leben 70 Prozent aller Einwohner außerhalb des S-Bahn-Rings. Dies zeigt, wie wichtig es ist, neue Mobilitätsangebote auch jenseits der Stadtzentren zu stärken. Gerade die ‘letzte Meile’, also der Weg von der Bahnstation nach Hause, ist für viele Menschen eine Herausforderung, weshalb viele nach wie vor das eigene Auto bevorzugen. Hier setzt das neue Angebot an, mit wir den Menschen eine flexible Alternative anbieten wollen.", meint Uber-Deutschlandchef Christoph Weigler.

Zum Start ist das Angebot an elf U-Bahn-Endhaltestellen außerhalb des S-Bahn-Rings in Berlin sowie an 14 U-Bahn-Endhaltestellen in München verfügbar. Sofern die Ziele im Umkreis von 2,5 km von der Bahnstation liegen, wird die Option automatisch bei einer UberX-Buchung angewandt und der Festpreis von sechs Euro berechnet. Die Bezahlung erfolgt wie üblich automatisch mit dem in der App hinterlegten Zahlungsmittel, z.B. per Kredit- oder EC-Karte oder PayPal.

Der Fahrdienstvermittler betont dabei, man arbeite ausschließlich mit lokalen, lizenzierten Mietwagen- und Taxiunternehmen zusammen, die die Beförderungsleistung erbringen. Die Fahrer der Partnerunternehmen verfügten alle über einen Personenbeförderungsschein und erfüllten sämtliche Voraussetzungen für die gewerbliche Personenbeförderung. Alle Fahrten seien zudem vollständig für die gewerbliche Personenbeförderung versichert. Seit April letzten Jahres gilt zudem eine Maskenpflicht bei allen Fahrten. Sämtliche Autos sind zudem mit stabilen Trennfolien zwischen den Fahrern und dem Fahrgastbereich ausgestattet, um Fahrer und Fahrgast in Zeiten der Pandemie zu schützen.

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