Tropos testet Solarpanele für mehr Reichweite beim Able

Mit in den Aufbau integrierten Solarpanelen an Seiten und Dach des leichten Elektro-Transporters will man für energetische Unterstützung und verlängerte Reichweiten sorgen. Pilotprojekt startet Ende Juni.

Der Sonne entgegen: Tropos testet in die Aufbaupanele integrierte Solarmodule, die das Gewicht kaum erhöhen sollen, die Reichweite aber deutlich. | Foto: Tropos Motors
Der Sonne entgegen: Tropos testet in die Aufbaupanele integrierte Solarmodule, die das Gewicht kaum erhöhen sollen, die Reichweite aber deutlich. | Foto: Tropos Motors
Redaktion (allg.)
von Johannes Reichel

Der Herner Hersteller von Leicht-Elektro-Nutzfahrzeugen Tropos Motors hat jetzt eine weitere Option als Pilotprojekt für seinen E-Van Able vorgestellt, mit der sich die Reichweite des Transporters verlängern lassen soll. Mit Hilfe von an der Seite und auf dem Dach verbauten Solarpanelen könnte der LEV nötigenfalls sogar komplett ohne externe Stromversorgung betrieben werden, so das Ideal. Das Projekt beginnt Ende Juni und läuft über vier Monate über den Sommer.

„Wir versprechen uns von dieser Lösung nicht weniger als eine Revolution auf dem Markt der Elektronutzfahrzeuge. Erste Tests lassen darauf schließen, dass es funktionieren könnte", wirbt Markus Schrick, Geschäftsführer Tropos Motors Europe.

Man prüfe die Technologie jetzt im Realbetrieb auf Leistungsfähigkeit und weitere Einsatzmöglichkeiten und will analysieren, welchen Nutzen die Solar Panels für die Kunden haben können, so Schrick weiter. Er sieht als innovativ an der neuen Technologie die Art der Integration in die Konstruktion an: Die Photovoltaik-Elemente ersetzen bestehende Aufbauelemente und sind damit vollintegriert in die Koffer, ohne das Gewicht zu erhöhen. Man erwartet, dass die Eigenversorgung per Sonnenenergie die Reichweite der Elektrotransporter zumindest noch einmal deutlich steigert und die Ladekosten senkt.

Van als Spender: Strom auch für externe Verbraucher?

Zudem mache die Option unabhängig von Stromquellen und verbessere den Carbon Footprint im Betrieb durch etwaige Nachteile beim Strommix. Im Rahmen des Pilotprojekts prüft der Hersteller auch Möglichkeiten, wie der zusätzliche Strom genutzt werden kann, etwa per externer Stromversorgung, mit der andere Fahrzeuge aufgeladen oder Endgeräte und Akkus für zum Beispiel Motorsägen oder Heckenscheren mit Energie beliefert werden können.

Bei einer kompakten Breite von 1,40 Meter, einer Länge von 3,70 Metern und einem kleinen Wenderadius von 3,96 Metern kann der LEV sowohl auf der Straße als auch in geschlossenen Räumen eingesetzt werden. Auf der letzten Meile soll das Konzept die Lücke zwischen Cargobike und Transporter schließen. Dank der großen Ladefläche und einem Ladevolumen von bis zu 4,5 m³ bieten die Fahrzeuge Transportkapazitäten wie kleine konventionelle Transporter.

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