Treffpunkt der Autobranche mit 600 Teilnehmern beim IfA Branchengipfel

Der IfA Branchengipfel hat sich in den vergangenen 20 Jahren zu einem der größten und bedeutendsten automobilwirtschaftlichen Kongresse Deutschlands entwickelt. Thematische Schwerpunkte des zweitägigen Kongresses bilden aktuelle Trends und Entwicklungen in den Bereichen Automobilvertrieb, Automobilhandel, Kundenmanagement und Mobilitätskonzepte.   

 Treffpunkt der Autobranche mit 600 Teilnehmern beim IfA Branchengipfel
Treffpunkt der Autobranche mit 600 Teilnehmern beim IfA Branchengipfel

Zum Branchengipfel begrüßt das Institut für Automobilwirtschaft jährlich rund 600 Teilnehmer von Automobilherstellern, -händlern und Branchendienstleistern. Darüber hinaus zählen Studierende, Wissenschaftler und politische Vertreter zum Teilnehmerfeld. Damit kommt dem IfA Kongress eine wichtige Transformationsfunktion zwischen Branchenpraktikern, Wissenschaft und Politik zu.

Sprecher sind Ola Källenius, Vorsitzender des Vorstands von Daimler und Mercedes-Benz-Chef, Michael Lohscheller, CEO von Opel Automobile, Jürgen Stackmann, Vorstandsmitglied bei Volkswagen, sowie Peter Schwarzenbauer, Mitglied des Vorstands von BMW. Den Kongressauftakt bestreitet der Minister für Verkehr in Baden-Württemberg, Winfried Hermann.

Die Branche beschäftigen existenzielle Fragen sagt IfA-Direktor Professor Stefan Reindl. Die erkennbaren Umwälzungen beträfen insbesondere die Betriebe im Kfz-Gewerbe. Zudem stelle sich mehr und mehr die Frage, ob die Zukunftsfelder tatsächlich das Potenzial bereithalten, die automobile Zukunft abzusichern.

Der IfA-Jubiläumskongress am 8. und 9. Oktober 2019 rückt dabei die Transformationspfade in den Mittelpunkt, denn es stellt sich nicht mehr die Frage, wann künftige Entwicklungen neue Antworten der Branchenakteure erfordern. Nein, die Entscheidungsträger der Automobilwirtschaft müssen sich heute bereits intensiv mit gravierenden Einschnitten auf den  verschiedenen Stufen der automobilen Wertschöpfung auseinandersetzen. Das glaubt auch Ola Källenius, der im Rahmen einer Keynote für den Branchengipfel verpflichtet werden konnte:

„Wir müssen deshalb schon heute die Weichen richtig stellen – im Sinne unserer Industrie, unserer Mitarbeiter, unserer Kunden und auch des Klimas.

Die Zukunft der Mobilität  ist in Teilen bereits heute erfahrbar: Die vier Technologietrends Connectivity, auto-nomes Fahren, Shared Mobility und Elektromobilität verändern derzeit die gesamte  Autoindustrie grundlegend und werden künftig eine noch sehr viel wichtigere Rolle  spielen.“ Ola Källenius

 

"Es stellt sich nicht mehr die Frage, wann künftige Entwicklungen neue Antworten der Branchenakteure erfordern. Nein, die Entscheidungsträger der Automobilwirtschaft müssen sich heute bereits intensiv mit gravierenden Einschnitten in den verschiedenen Stufen der automobilen Wertschöpfung auseinandersetzen. Die bereits deutlich erkennbaren Veränderungen betreffen dabei nicht nur die Akteure der Automobilindustrie, sondern auch und insbesondere die Betriebe im Kraftfahrzeuggewerbe.

Gerade die deutsche Automobilwirtschaft mit historisch gewachsenen Strukturen steht massiven und komplexen Herausforderungen mit disruptivem Potenzial gegenüber: Welche Auswirkungen werden vernetzte Automobile, autonome Fahrzeugkonzepte, innovative Geschäftsmodelle und Mobilitätssysteme sowie neue Antriebsformen für die Strukturen und die Beschäftigung in der Automobilwirtschaft haben? Wie können sich die Betriebe auf den einzelnen Wertschöpfungsebenen der Automobilwirtschaft strategisch ausrichten, um sich in künftigen Mobilitätssystemen und Providerstrukturen zu positionieren?

Die aktuellen Diskussionen zeigen, dass die Zukunft der Branche keineswegs abgesichert ist – der Bestand ist naturgesetzlich nicht festgeschrieben. Wir sind deshalb aufgefordert, die aktuellen und künftigen Herausforderungen proaktiv zu gestalten – mit Einbindung der Industrie- und Handelsebene." IfA-Direktor Professor Stefan Reindl

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