Transporter: Ford setzt auf Plug-In-Hybrid im Custom

Nach London will der Hersteller auch in Valencia Erfahrungen mit dem Antriebskonzept aus Elektromotor und Benziner als Range-Extender sammeln.

Weitere Erkenntnisse: Ford dehnt den Feldversuch mit seinen Hybrid-Fahrzeugen aus und sammelt auch im spanischen Valencia Daten über mögliche Spritsparpotenziale. | Foto: Ford
Weitere Erkenntnisse: Ford dehnt den Feldversuch mit seinen Hybrid-Fahrzeugen aus und sammelt auch im spanischen Valencia Daten über mögliche Spritsparpotenziale. | Foto: Ford
Johannes Reichel

Der Nutzfahrzeughersteller Ford setzt ab November des Jahres für Testzwecke auf den Straßen der spanischen Stadt Valencia Ford Transit Custom-Nutzfahrzeuge mit Plug-in Hybridantrieb ein. Das gemeinsame Projekt des Ford Smart Mobility-Teams, der Regionalregierung und städtischen Behörden soll untersuchen, wie die PHEV-Flotte (PHEV = Plug-in Hybrid Electric Vehicle) auch unter ökonomischen Gesichtspunkten zur Luftreinhaltung beitragen kann. In Valencia werde das Augenmerk hauptsächlich auf den Einsatz von kleinen und mittleren Flotten gerichtet sein, so der Hersteller. Die Fahrzeuge würden mit Telematik-Systemen ausgerüstet, um Daten speziell über ihre ökonomische und ökologische Leistungsfähigkeit sammeln zu können.

Ford testet seit Ende 2017 bereits in London, wie eine Flotte - ebenfalls bestehend aus Ford Transit Custom PHEV-Fahrzeugen - dabei helfen könnte, die Luftqualität und die Produktivität in Mega-Cities zu verbessern. In London werden diese Nutzfahrzeuge von namhaften Unternehmen und Behörden eingesetzt, darunter auch von der Metropolitan Police. Der Start der Serienproduktion des Hybrid-Transporters ist für das Jahr 2019 vorgesehen. Er soll erschwinglich sein und sich für den Kunden rechnen. Der Van hat einen Elektro-Antrieb an Bord, der auf einen zumindest lokal emissionsfreien Betrieb mit einer Reichweite von mehr als 50 Kilometern ausgelegt ist. Als Range-Extender nutzt der PHEV den bekannten Ford EcoBoost 1,0-Liter-Dreiyzlinder-Benzinmotor, der die Fahrzeug-Batterie auflädt, wenn längere Fahrten zwischen den Ladevorgängen anstehen.

Was bedeutet das?

Ford glaubt an den Plug-In-Hybrid als bezahlbare Universallösung für alle Zwecke. Vor allem im Nutzfahrzeugbereich will man mit dem Kompakttransporter Custom PHEV ein reelles Angebot machen als Alternative zu teuren Stromern. Man wird sehen, ob sich die Spritsparhoffnung der Fordianer bewahrheitet - und wie der Custom PHEV letztlich beim Preis liegt. Mit 50 Kilometer elektrischer Reichweite kommt ein Lieferdienst jedenfalls nicht über eine Schicht, ohne den Verbrenner zu bemühen. 

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