Transporte im „Lockdown light“ unverändert

Geotab und Webfleet Solutions sehen laut ihren aktuellen Zahlen keine Auswirkungen auf das kommerzielle Transportvolumen durch den „Lockdown light“.

Das "Commercial Mobility Recovery Dashboard" erhebt Daten über die Nutzfahrzeugaktivitäten auf europäischen und nordamerikanischen Straßen. (Foto: webfleet.com)
Das "Commercial Mobility Recovery Dashboard" erhebt Daten über die Nutzfahrzeugaktivitäten auf europäischen und nordamerikanischen Straßen. (Foto: webfleet.com)
Redaktion (allg.)
von Redaktion (allg.)

Geotab und Webfleet Solutions analysieren seit Ende Mai in dem gemeinsamen Projekt „Commercial Mobility Recovery Dashboard“ Daten von über drei Millionen vernetzten Fahrzeugen und können anhand dessen Aussagen über die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Nutzfahrzeugaktivitäten treffen. So sei das gewerbliche Transportaufkommen in Deutschland durch die Maßnahmen seit Anfang November kaum beeinträchtig worden. Zahlen vom 20. November zeigen laut Geotab und Webfleet Solutions, dass die Betriebsamkeit auf deutschen Straßen mit 102 Prozent im Mittel leicht über dem Vorkrisenniveau lag. Ähnliches gelte für den Mittelwert im Oktober. Im Gegensatz dazu waren im Frühjahr während der Lockdown-Maßnahmen noch rückläufige Entwicklungen zu beobachten.

Ziel des „Commercial Mobility Recovery Dashboards“ ist es nach Angaben der beiden Unternehmen, primär einen Überblick über die Erholung der kommerziellen Flottenaktivität zu erhalten und strategische Wiederherstellungsmaßnahmen zu unterstützen. Die Zahlen werden dafür wöchentlich aktualisiert.

Die neuesten Daten aus unserem Dashboard sind ermutigend und zeigen, wie kommerzielle Flotten erfolgreich durch diese herausfordernde Zeit navigieren und ihren Betrieb an die neuen Bedingungen anpassen. Obwohl wir noch nicht wissen was die Zukunft bringt, ist es klar, dass Flotten, die ihre Prozesse anpassen und datengesteuerte Erkenntnisse nutzen, um Arbeitsabläufe zu optimieren und Effizienz zu steigern, besser gerüstet sein werden, um nicht nur die steigenden Anforderungen zu erfüllen sondern auch gestärkt aus der Krise hervorzugehen“, meint Wolfgang Schmid, Sales Director bei Webfleet Solutions.

Der Warentransport auf der Straße ist aus Sicht von Klaus Böckers, Vice President Nordics, Central und Eastern Europe bei Geotab, ein Barometer für die wirtschaftliche Lage insgesamt. Es stimme ihn zuversichtlich, dass die aktuellen Maßnahmen nicht zu so drastischen Einbrüchen wie im Frühjahr geführt hätten. Damals haben sich die aus dem Dashboard erhobenen Zahlen für die einzelnen europäischen Länder mitunter deutlich unterschieden. Für Deutschland habe man im Frühjahr geringere Einbrüche als bei den Nachbarländern ausmachen können.

Nun, im Herbst, sei Italien beispielsweise auf einem ähnlichen Aktivitätsniveau wie Deutschland. Mit einem Wert von 90 Prozent würden die Zahlen auch in Frankreich besser ausfallen als in den Vormonaten, wenn gleich nicht das Vorkrisenniveau erreicht werden konnte. Ähnliches ließe sich für Großbritannien beobachten, wo das Niveau nach drastischen Einbrüchen im Frühjahr für November 85 Prozent verzeichnet.

Daraus schließt Klaus Böckers: „Auch unter ungünstigen Umständen ist die Logistikbranche in der Lage, die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Wir bei Geotab helfen mit unseren Telematik-Lösungen dabei, dass der Verkehr möglichst effizient fließen kann. So können mit Hilfe von Telematik beispielsweise Routen optimiert und die Sicherheit der Fahrer besser gewährleistet werden, was zu effektiveren logistischen Abläufen führt.“

Fiona Nitschke

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