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Transparenzsoftware: Durchbruch beim Eichrecht

Konformitätsbewertung für neue Transparenzsoftware durch VDE-Prüfinstitut erfolgreich. Hersteller von Ladestationen können die Software zur Bewertung ihrer Modelle nutzen.

Transparent berechnet: Mit der neuen Software sollen alle Ladesäulenhersteller einen transparenten Bezahlvorgang sicherstellen können. | Foto: has.to.be
Transparent berechnet: Mit der neuen Software sollen alle Ladesäulenhersteller einen transparenten Bezahlvorgang sicherstellen können. | Foto: has.to.be
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Johannes Reichel

Mit einer neuen, herstellerübergreifenden Transparenzsoftware können Stromkunden ab sofort selbst kontrollieren, ob die Messungen für ihre Abrechnungen ordnungsgemäß zustande kommen. Entwickelt wurde die Transparenzsoftware vom österreichischen E-Mobilitätsdienstleister has·to·be in Zusammenarbeit mit ebee. Die Finanzierung des Projekts erfolgte unter anderem im Rahmen der S.A.F.E Initiative von führenden Anbietern für Elektromobilität in Deutschland. Nach der Fertigstellung hat das VDE-Prüfinstitut die Software nun bewertet und komme dabei zu einem positiven Ergebnis, wie der Entwickler mitteilt. "Das ist nicht nur ein Quantensprung für Stromkunden, sondern auch für die Hersteller von Ladestationen: Sie können die Software ab sofort zur Durchführung der Konformitätsbewertungen ihrer Ladestationen umgehend nutzen", freut sich der Anbieter.

„Das Thema Eichrecht an Ladestationen betrifft alle Player unserer Branche: Vom Ladestationshersteller über die Betreiber von Ladepunkten und Mobilitätsserviceprovider bis zu den Endkunden“, betont Martin Klässner, CEO von has·to·be.

Mit der Transparenzsoftware habe man nun erstmals ein herstellerübergreifendes Werkzeug an der Hand. Für Klässner stellt es "eine praktikable Antwort für komplexe Herausforderungen" dar. Zudem habe man durch die hohe Beteiligung von Herstellern einen Marktstandard definiert, findet der CEO. Wichtig ist ihm auch, dass die Software im Mai noch an den neu gegründeten Verein S.A.F.E. e.V.übergeben wird, der weiter darüber verfügen und weiterentwickeln wird. Für Nutzer steht die Software bereits jetzt zum kostenlosen Download bereit.

Die Anwendung könne für jede mit ihr konformitätsbewertete Ladestation eingesetzt werden, wirbt der Entwickler. Auf der Webseite findet sich auch eine ausführliche Dokumentation.

Basis ist die Ende-zu-Ende-Signatur

Technisch basiert die Software auf einer Ende-zu-Ende Signatur. Das bedeutet, die Werte aus der Ladestation könnten nicht nachträglich manipuliert werden. Die signierten Messwerte würden in der Ladestation erfasst und an den Fahrstromanbieter übermittelt. Dieser stelle dem Verbraucher die Messwerte inklusive Signatur zur Verfügung. Die Transparenzsoftware führt nachfolgend die Überprüfung der Messwerte durch und zeigt dem Verbraucher das Ergebnis der Signaturprüfung an, skizziert der Anbieter weiter.

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