Toyota und Suzuki rücken eng zusammen

Die japanischen Hersteller binden sich per Kapitalverflechtung zu einer langfristigen strategischen Partnerschaft und wollen damit den Umbrüchen in der Branche Rechnung tragen.

Stärken stärken: Toyota will seine Kompetenz in Sachen E-Antrieb und Hybrid in die Kooperation einbringen, Suzuki die Kleinwagenkompetenzen. Gemeinsam will man das autonome Fahren vorantreiben. | Foto: Toyota
Stärken stärken: Toyota will seine Kompetenz in Sachen E-Antrieb und Hybrid in die Kooperation einbringen, Suzuki die Kleinwagenkompetenzen. Gemeinsam will man das autonome Fahren vorantreiben. | Foto: Toyota
Johannes Reichel

Die Toyota Motor Corporation und die Suzuki Motor Corporation haben die Gründung einer gemeinsamen Kapitalallianz bekannt gegeben. Eine entsprechende Vereinbarung haben beide Unternehmen am 28. August unterzeichnet. Die Allianz soll die langfristige Zusammenarbeit in neuen Geschäftsfeldern und -bereichen ermöglichen und fördern, unter anderem beim autonomen Fahren, heißt es von den Hersteller.

Man prüfe bereits seit dem 12. Oktober 2016 die Möglichkeiten einer Geschäftspartnerschaft. Seitdem habe man kontinuierlich spezifische Details ausgearbeitet. Erstes Ergebnis: Im März gaben die Unternehmen bekannt, dass sie neben der gegenseitigen Lieferung von Produkten auch eine gemeinsame Entwicklung und Produktion anstreben. Die Elektrifizierungstechnologien von Toyota würden hierfür mit den Suzuki Kompetenzen bei kompakten Fahrzeugen zusammengeführt.

"Die Automobilbranche durchläuft derzeit einen in Umfang und Ausmaß beispiellosen Wandel – nicht nur aufgrund verschärfter Umweltauflagen, sondern auch aufgrund neuer Teilnehmer aus verschiedenen Branchen und diversifizierten Mobilitätsunternehmen", formuliert Toyota.

Um nachhaltiges Wachstum zu erzielen und die neuen Herausforderungen der Automobilbranche zu meistern, gehe man neue Kooperationen ein, wolle aber weiterhin Wettbewerber bleiben. Gleichzeitig hofft man, die bestehenden Geschäftsgrundlagen, die Technologien und Produkte, auf die sich jedes Unternehmen spezialisiert hat, gestärkt.

Die Partnerschaft soll die Zusammenarbeit in neuen Bereichen ermöglichen, einschließlich des autonomen Fahrens. Kapitalseitig wollen die Hersteller der Kooperatione mit dem gegenseitigen Erwerb von Aktien Rechnung tragen. Toyota plant, 24 Millionen Stammaktien von Suzuki zu erwerben (4,94 Prozent der von Suzuki zum 31. März 2019 ausgegebenen Aktien (ohne eigene Aktien) im Gesamtwert von 96 Milliarden Yen). Ebenso plant Suzuki, Toyota Anteile im Wert von 48 Milliarden Yen durch den Kauf am Markt zu erwerben. Dieser Anteilstausch steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung ausländischer Wettbewerbsbehörden.

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