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Toyota und Kenworth stellen dritte Generation des Fuel-Cell-Truck vor

Die Hersteller Kenworth und Toyota haben ihren Fuel-Cell-Truck nochmals verbessert und ihm mehr Reichweite und Nutzlast mit auf den Weg gegeben. Zum Praxisstart bauen die Japaner eine eigene Tankinfrastruktur in ihrem Logistikzentrum auf. Nutzung der Fahrzeuge auch durch UPS.

Brown goes green: Auch der US-Paketdienstleister UPS setzt die neuen Fuel-Cell-Trucks ein. | Foto: Toyota
Brown goes green: Auch der US-Paketdienstleister UPS setzt die neuen Fuel-Cell-Trucks ein. | Foto: Toyota
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Johannes Reichel

Gemeinsam mit dem US-Truck-Spezialisten Kenworth hat der japanische Automobilhersteller Toyota die nächste Generation eines Brennstoffzellen-Lkw entwickelt und jetzt präsentiert. Die Neuauflage soll mit einer Tankfüllung mehr als 300 Meilen (482 Kilometern) weit fahren, laut Hersteller weit mehr als die übliche Tagesdistanz von Lkw dieser Klasse. Auch Ladekapazität, Packaging und Performance habe man weiter verbessert. Im vierten Quartal 2019 sollen die ersten neuen Fuel Cell Electric Trucks (FCET) von Toyota und Kenworth ihre Arbeit in den Häfen aufnehmen.

Der Brennstoffzellen-Lkw kombiniert den Kenworth T680 Class 8 Truck mit der alternativen Antriebstechnik von Toyota, die unter anderem auch schon in der Limousine Mirai zum Einsatz kommt. Die Brennstoffzelle wandelt Wasserstoff in elektrische Energie um, die wiederum den leistungsstarken Elektromotor antreibt. Als Emission entsteht dabei nur Wasserdampf. Seit April 2017 testet der japanische Hersteller einen wasserstoffbetriebenen Brennstoffzellenantrieb speziell für schwere Lkw, der einen nahezu lautlosen und schadstofffreien Güterverkehr ermöglichen soll. Der ursprüngliche „Alpha“- und der weiterentwickelte „Beta“-Truck haben mehr als 22.500 Testkilometer im Rahmen des Güterumschlags in und um die kalifornischen Häfen von Long Beach und Los Angeles abgespult.

Grundlage: Aufbau einer eigenen H2-Tankinfrastruktur

Mit dem Praxisstart des verbesserten Brennstoffzellen-Lkw, der unter anderem im Frachtverkehr von Toyota Logistics Services und vom US-Paketlogistiker UPS genutzt wird, ist ein Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur geplant. Am hauseigenen Toyota Logistikzentrum entstehen drei weitere Wasserstoff-Tankstellen, Shell baut darüber hinaus zwei neue Stationen in Wilmington und Ontario (Kalifornien). Bereits 2018 hatte Toyota den Bau des weltweit ersten Brennstoffzellen-Kraftwerks zur Stromerzeugung im Megawatt-Bereich angekündigt: Die „Tri-Gen“ genannte Anlage im Hafen von Long Beach soll nicht nur Elektrizität produzieren, sondern auch Wasser und Wasserstoff aus Bio-Abfällen. Zusätzlich arbeitet das Unternehmen mit kleinen Lasttraktoren und Gabelstaplern mit alternativer Antriebstechnik an einem emissionsfreien Werksverkehr.

Der FCET ist Teil des „Zero and Near-Zero Emissions Freight Facilities“-Projekts (ZANZEFF), mit dem die Treibhausgas-Emissionen und Umweltauswirkungen reduziert, die Wirtschaft gestärkt und die öffentliche Gesundheit verbessert werden soll. Allein in den Häfen von Long Beach und Los Angeles seien mehr als 16.000 Lkw im Einsatz, bis 2030 werde sich diese Zahl verdoppeln, führt der Hersteller ins Feld. Das California Air Resources Board (CARB) unterstützt die ZANZEFF-Initiative mit 41 Millionen US-Dollar.

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