Toyota startet in Japan Brennstoffzellenbus „Sora“

Vom „Sora“ sollen im Ballungsraum Tokio bis zu den Olympischen und Paralympischen Spielen im Jahr 2020 über 100 Modelle unterwegs sein.

Mit dem "Sora" startet Toyota in Japan seine Brennstoffzellenbusse in den Linienbetrieb. | Foto: Toyota
Mit dem "Sora" startet Toyota in Japan seine Brennstoffzellenbusse in den Linienbetrieb. | Foto: Toyota
Gregor Soller

Toyota für seine Brennstoffzellenstrategie konsequent weiter und bringt jetzt seine Brennstoffzellenbusse „Sora“ auf die Straße. Sora steht dabei übrigens für „Sky, Ocean, River und Air“ – und somit für den natürlichen Wasserkreislauf. Im Sora arbeitet das aus der Brennstoffzellen-Limousine Mirai bekannte Antriebssystem in doppelter Ausführung. Es ist innen wie außen sehr leise und erzeugt praktisch keine Vibrationen – ideale Eigenschaften für den Personentransport.

Die beiden Brennstoffzellen erzeugen elektrische Energie nicht nur für den Vortrieb: Optional kann der Bus auch als Stromquelle genutzt werden und so die Spannungsversorgung von Krankenhäusern und Notunterkünften sichern. Im Sora präsentiert Toyota drei in Japan erstmals gezeigte Innovationen, die den Komfort der Fahrgäste und die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer erhöhen sollen. Der stufenlose elektrische Antrieb bietet eine innovative Kontrolleinheit. Damit beschleunigt der Bus zugunsten zusätzlicher Sicherheit für stehende Fahrgäste vom Start weg sanfter als mit traditionellen Automatikgetrieben.

Für mehr Raum sorgen automatisch hochklappende Sitze: Wenn sie nicht genutzt werden, klappen die Sitzflächen selbstständig hoch und schaffen so mehr Platz für Passagiere, vor allem für solche, die mit Kinderwagen oder Rollstuhl unterwegs sind. Acht hochauflösende Kameras, die innerhalb und außerhalb des Busses angebracht sind, erkennen an Bushaltestellen Fußgänger und Radfahrer im Umfeld des Sora und warnen den Fahrer, wenn nötig. 

Was bedeutet das?

Toyota setzt seine Brennstoffzellenoffensive konsequent fort - vor allem in schweren Nutzfahrzeugen und Bussen macht diese wegen des geringeren Gewichtes gegenüber Akkus Sinn. Auf erste Ergebnisse aus der Praxis dürften nicht nur Toyota und japanische Omnibusbetreiber warten.

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