Toyota bringt Yaris auch als Cross

Ab 2021 ergänzt der eigenständige „Cross“ das Yaris-Portfolio - als Hybrid und optional als Allradler

Der Cross baut merklich größer als der Standard-Yaris. | Foto: Toyota
Der Cross baut merklich größer als der Standard-Yaris. | Foto: Toyota
Gregor Soller

Toyota ergänzt die Yaris-Palette um das Modell „Cross“, der auch wieder als Hybrid kommt, aber ein ganz eigenes Modell darstellt. Auch er steht auf der neuen GA-B Plattform, baut jedoch merklich größer als der „Standard-Yaris“: Die Cross-Variante ist länger, breiter und höher, in Zahlen heißt das: Er misst 4,18 x  1,77 x 1,56 Meter und bietet 2,56 Meter Radstand, was vor allem den Fondpassagieren zu Gute kommt. Hinter der gegenüber dem konventionellen Yaris breiteren Heckklappe verbirgt sich ein geräumiger Kofferraum, der standardmäßig 390 Liter Volumen fasst und durch die im Verhältnis 40:20:40 dreigeteilte Rückbank weiter vergrößert werden kann. Den Yaris Cross hat Toyota darüber hinaus auf SUV-Niveau „gehoben“: Die um 30 Millimeter erhöhte Bodenfreiheit und die damit verbundene höhere Sitzposition sowie optionale 18-Zöller und auf Wunsch Allradantrieb bestätigen das.

Wie im Yaris kommt auch im Yaris Cross die mittlerweile vierte Generation der Hybridtechnologie zum Einsatz: Der 1,5-Liter-Antriebsstrang leitet sich dabei von Hybrid-Systemen größerer Toyota Modelle ab. Der Elektromotor trifft auf einen neuen 1,5-Liter-Benziner mit drei Zylindern und variabler Ventilsteuerung, der im Atkinson-Zyklus arbeitet. Die Systemleistung beträgt 85 kW (116 PS). Der reibungsoptimierte Motor profitiert laut Toyota von geringeren mechanischen Verlusten und einem schnellen Verbrennungsprozess. Sein thermischer Wirkungsgrad soll mit 40 Prozent den eines typischen Dieselmotors übertreffen, was laut Toyota „hohe Kraftstoffeffizienz und geringe CO2-Emissionen“ bedeutet.  Die WLTP-Werte werden voraussichtlich unter 120 g/km (Frontantrieb) respektive unter 135 g/km (Allradvariante) liegen; das sind allerdings vorläufige Angaben, vorbehaltlich der finalen Homologation, denn das Modell ist aktuell nicht bestellbar.

Auch beim Allrad will man Sprit sparen, denn: Im Gegensatz zu konventionellen mechanischen Vierradkonzepten ist das elektrische AWD-i System kompakter und leichter, wodurch ebenfalls Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen reduziert werden. Unter normalen Bedingungen werden ausschließlich die Vorderräder bedient. Beim Beschleunigen und bei niedrigem Grip schickt der AWD-i das Antriebsmoment zusätzlich an die Hinterachse. Die automatische Zuschaltung kann beispielsweise auf nassem Kopfsteinpflaster, bei starkem Regen sowie auf Schnee oder Sand hilfreich sein, um die Traktion zu verbessern.

Der Yaris Cross, der ab 2021 gemeinsam mit dem Yaris bei Toyota Motor Manufacturing France (TMMF) nahe Valenciennes vom Band läuft, startet mit einer Jahresproduktion von mehr als 150.000 Einheiten. Toyota erwartet einen europäischen Marktanteil von acht Prozent im Segment der B-SUV.

Was bedeutet das?

Der Name führt etwas in die Irre, den der Yaris Cross stellt nicht nur eine Yaris-Variante, sondern ein ganz eigenes Modell dar. Das mit Allrad fast keine Konkurrenten hat und so oder so seinen Weg gehen wird. Kompakter als der mittlerweile stark gewachsene Corolla, aber noch groß genug, um auch mal einen Familienausflug mitzumachen. Und: Er ist wirklich mit Allrad lieferbar! Danke dafür!

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