Toyota bringt Highlander nach Europa

In den USA ist er seit langem fester Bestandteil von Toyotas SUV-Palette: Der Highlander. Jetzt bringen die Japaner das Modell auch in Europa.

Der Highlander kommt ab 2021 auch nach Europa. | Foto: Toyota
Der Highlander kommt ab 2021 auch nach Europa. | Foto: Toyota
Gregor Soller

Toyota bringt sein großes SUV im kommenden Jahr erstmals nach Europa. Denn hier klafft zwischen RAV 4 und den letzten Hardcore-Landcruisern eine Lücke im Programm. Erstmals präsentiert wurde der Highlander, der in Australien als Toyota „Kluger“ verkauft wurde, 2000. Das 4,95 Meter lange Modell bietet laut Toyota ein flexibles Raumkonzept mit sieben Sitzplätzen und 658 Liter Kofferraumvolumen. Dabei fährt das Moell immer mit Hybrid- und Allradantrieb vor. Damit rundet Toyota seine Hybrid-SUV-Palette nach oben ab. Dabei nutzt der Highlander auch die GA-K Plattform, welche die die Steifigkeit erhöhen und den Schwerpunkt senken soll. Antriebsseitig kombiniert Toyota hier den 2,5-Liter-Benziner mit je einer E-Maschine an Vorder- und Hinterachse. Dieses Antriebskonzept ermöglicht auch ein intelligentes Allradsystem: AWD-i soll laut Toyota „beste Traktion auf jedem Untergrund“ gewährleisten, gleichzeitig klettert die Anhängelast dadurch auf zwei Tonnen. Der Fahrer kann aus den vier Modi Eco, Normal, Sport und Trail wählen, die die Motorcharakteristik entsprechend anpassen.

Große 20-Zoll-Leichtmetallfelgen und eine erhöhte Bodenfreiheit sollen die Offroad-Qualitäten erhöhen. Das in Schwarz gehaltene Interieur ist auf hohe Funktionalität und Alltagstauglichkeit ausgelegt: Die um 180 Millimeter verschiebbare zweite Sitzreihe soll Erwachsenen selbst im Fond genügend Freiraum sichern , sie soll auch den Ein- und Ausstieg in die dritte Reihe erleichtern. Zum Fahrkomfort sollen auch die geräuschdämmende Windschutzscheibe und Frontverglasung sowie die gezielte Dämmung in Schlüsselbereichen beitragen, welche den Highlander samt Hybridantrieb sehr ruhig machen sollen. Die Heckklappe, die sich per Fußsensor in der Topausstattungsvariante elektrisch öffnen lässt, gewährt Zugang zum 658 Liter großen Kofferraum. Unter dem ebenen Ladeboden verbirgt sich weiterer Stauraum. Durch Umklappen der zweiten und dritten Sitzreihe lässt sich das Ladevolumen bis auf 1.909 Liter erweitern.

Als zentrales Bedienelement dient ein 12,3-Zoll-Multimediadisplay in der Mittelkonsole. Es umfasst unter anderem ein Navigationssystem und eine Smartphone-Integration per Apple CarPlay und Android Auto samt induktiver Lademöglichkeit für das Smartphone. Wie bei Land Rover gibt es auvch hier einen zuschaltbaren digitalen Rückspiegel, der hinter das Fahrzeug blickt, ohne dass die Sicht durch Kopfstützen und andere Insassen beeinträchtigt wird. Weitere Features sind das Head-up-Display und eine Sitzbelüftung. Nützlich auch die vielen Staufächer und die USB-Anschlüsse in den ersten beiden Sitzreihen.

Für Sicherheit soll das Toyota Safety Sense Paket sorgen. Es umfasst ein ein Pre-Collision Notbremssystem (PCS), das auch Fußgänger und Fahrradfahrer erkennt und bei Bedarf mit einem aktiven Lenkeingriff eingreift, ein adaptiver Abstandsregeltempomat, eine Verkehrszeichenerkennung, ein Spurverlassenswarner sowie ein Spurhalte- und Fernlichtassistent. Den Marktstart hat Toyota allerdings erst für 2021 geplant.

Was bedeutet das?

Toyota rundet seine Palette mit dem Highlander nach oben ab – und tritt damit gegen Hyundai Santa Fe, Kia Sorento, den Ford Explorer und im Premiumbereich auch gegen BMW X5, den Land Rover Discovery und Co. an. Gespannt ein darf man auf die Preise – die Hybride erwiesen sich in RAV 4 und Co. in unseren Tests verbrauchsseitig tatsächlich als sparsame Diesel-Alternativen.

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