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Tokyo Motor Show 2019: Das wird der neue Toyota Mirai

Das Mirai Concept gibt einen konkreten Ausblick auf die zweite Modellgeneration der Brennstoffzellen-Limousine.

Der neue Mirai orientiert sich optisch in Richtung Lexus. | Foto: Toyota
Der neue Mirai orientiert sich optisch in Richtung Lexus. | Foto: Toyota
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Gregor Soller

Preislich gesehen ist Toyotas Mirai immer am oberen Ende der oberen Mittelklase angesiedelt gewesen, jetzt wächst er auch von der Größe und Optik dorthin. Die Neuauflage des Mirai, deren Marktstart in Japan, Nordamerika und Europa für das Jahr 2020 vorgesehen ist, misst fast fünf meter in der Länge, soll mehr Reichweite und mehr Fahrspaß bieten. Wichtig: Mit Hilfe eines optimierten Brennstoffzellensystems und größeren Wasserstofftanks strebt Toyota eine bis zu 30 Prozent höhere Reichweite an. Auch das Ansprechverhalten des Brennstoffzellensystems soll noch gleichmäßiger und direkter werden.

Interessant: Auch der Mirai steht auf der für mehrere Antriebsarten aufgelegten „Toyota New Global Architecture“, kurz TNGA. Das verbessert die Karosseriesteifigkeit und senkt den Schwerpunkt, was sich in Verbindung mit dem Hinterradantrieb in einem agilen und direkten Handling niederschlägt. Selbst kurvenreiche Straßen soll die nächste Mirai-Modellgeneration laut Toyota geradezu „leichtfüßig“ meistern, auf der Autobahn soll er noch souveräner liegen.

Optisch beendet Toyota den überzeichneten „Manga-Style“ des Vorgängers, der einst ganz bewusst so gestaltet wurde. Stattdessen gestalteten die Designer den „Neuen“ deutlich dezenter und eleganter: Im Vergleich zur Vorgängergeneration ist das Mirai Concept länger, breiter und flacher konzipiert (4975x1885x1470 mm), der Radstand beträgt üppige 2,92 Meter. Diese Kombination erzeugt einen ebenso kraftvollen wie unverwechselbaren Eindruck. Das in Tokio vorgestellte Konzeptfahrzeug ist darüber hinaus in einer speziell entwickelten blauen Lackierung gehalten, die aufwändig in mehreren Schichten aufgetragen wird und eine außergewöhnliche Helligkeit und Farbtiefe aufweist.

Auch innen wird der Mirai etwas dezenter und eleganter: Zu den wichtigsten Elementen gehört ein 12,3-Zoll-Display im Zentrum des dem Fahrer zugeneigten Armaturenbretts. Mehr Platz gibt es auch: Dank der neuen Plattform stehen künftig fünf statt vier Sitzplätze zur Verfügung.

Der neue Toyota Mirai Chefingenieur Yoshikazu Tanaka begründet die Änderungen auch mit einer jetzt anderen Zielsetzung: „Die Kunden sollen sagen können, dass sie sich für den Mirai entschieden haben, weil sie dieses Auto haben wollten und nicht nur, weil es ein Brennstoffzellenfahrzeug ist.“

Von der ersten Fahrzeuggeneration des Mirai wurden über den gesamt Produktionszeitraum betrachtet insgesamt mehr als 10.000 Einheiten gefertigt und weltweit verkauft. Mit Inbetriebnahme der neuen Fertigungsstätte im nächsten Jahr lässt sich eine deutliche Produktionssteigerung erzielen: Jährlich können dann 30.000 Fahrzeuge des neuen Toyota Mirai gefertigt werden.

Das stetige Vorantreiben der Brennstoffzellentechnik ist Bestandteil der Toyota Environmental Challenge 2050. Darin hat der japanische Automobilhersteller bereits im Jahr 2015 eine Reihe langfristiger Ziele zur Verringerung der CO2-Emissionen seiner Fahrzeuge und seiner Produktions- sowie Vertriebsstätten festgeschrieben.

Was bedeutet das?

Toyota entwickelt den Mirai konsequent Richtung obere Mittelklasse weiter – und plant für die nächste Generation mit deutlich höheren Stückzahlen – die aller Vorraussicht nach auch kommen dürften.


 

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