TIER: Grüneres E-Scooter-Sharing mit Swobbee-Akkuboxen

Nachhaltigeres Scooter-Sharing verspricht Tier und will mit den Akku-Tauschstationen von Swobbee einen weiteren dezentralen Ansatz erproben. Damit ließen sich Sammelwege und Emissionen reduzieren.

Besser scootern: Die Akku-Tauschstationen erübrigen weite Sammel- und Tauschwege und könnten einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit der E-Scooter leisten. | Foto: Tier
Besser scootern: Die Akku-Tauschstationen erübrigen weite Sammel- und Tauschwege und könnten einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit der E-Scooter leisten. | Foto: Tier
Johannes Reichel

Der Mikromobilitätsanbieter Tier hat einen weiteren Ausbau dezentraler und nachhaltigerer Ladelösungen für seine E-Scooter angekündigt und nimmt jetzt erstmals eine Akku-Wechselstation des Berliner Battery-as-a-Service Providers Swobbee in Betrieb. Die Lade- und Wechselstation wird in Düsseldorf im Rahmen eines gemeinsamen Pilotprojekts erprobt. Der Anbieter betreibt in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt derzeit eine E-Scooter-Flotte von rund 2.400 Fahrzeugen. Alle E-Tretroller sind mit austauschbaren Batterien ausgerüstet. Dies mache eine aufwändige Ladelogistik überflüssig, bei der die E-Scooter täglich eingesammelt und zum Aufladen in zentrale Lagerhäuser gebracht werden müssten, wirbt man für das Konzept. Dank der Wechselakkus könne das lokale Team festangestellter Mitarbeitender die leeren Batterien nun direkt vor Ort durch geladene Batterien austauschen und Fahrtwege sowie Emissionen deutlich reduzieren, so das Unternehmen.

Die Swobbee-Station im Düsseldorfer Stadtteil Oberkassel sei dabei ein wesentlicher Bestandteil des neuen dezentralen Energienetzwerkes, das kontinuierlich ausgebaut werden soll. Begleitend setzt der Mikromobilitätsanbieter zum Aufladen und zur Wartung der E-Scooter-Flotte auf den Einsatz von nachhaltigen Fahrzeugen wie E-Vans und Lastenrädern, so das Versprechen.

"Dank der austauschbaren Batterien unserer E-Scooter können wir so den operativen Betrieb unserer Flotte noch effizienter und nachhaltiger gestalten”, erklärt Peter Russ, Manager für die Rhein-Main-Region bei TIER.

Ziel sei es, dass die Mitarbeiter künftig 80 Prozent der Düsseldorfer E-Scooter-Flotte in maximal zehn Minuten Fahrzeit erreichen und so Wegstrecken und Emissionen reduzieren und vermeiden können. Die Sharing Points des Berliner Startups Swobbee stellen dabei eine neuartige Ladelösung für die boomende Mikromobilität dar.

Swobbee ist die nach eigenen Angaben weltweit erste herstellerübergreifende Akku-Wechsel- und Ladeinfrastruktur mit intermodalem Ansatz für elektrische Kleinstfahrzeuge wie E-Roller, E-Lastenräder oder E-Scooter. Innerhalb weniger Sekunden lasse sich so ein leerer Akku tauschen. Aus Sicht von Tobias Breyer, COO von Swobbee biete man die ideale Lösung, um E-Scooter-Flotten effizienter und nachhaltiger zu betreiben.

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