The Tire Cologne 2022: Eine wirklich runde Sache!

Schon am ersten Messetag zeichnete sich ab, dass die „Tire“ ein Erfolg werden würde. Wir fanden volle Hallen – am Ende kamen rund 12.000 Fachbesucher aus 100 Ländern.

 

Gleich am Eingang hieß Michelins "Bib" die Fachbesucher willkommen. | Foto: G. Soller
Gleich am Eingang hieß Michelins "Bib" die Fachbesucher willkommen. | Foto: G. Soller
Gregor Soller

Die Tire Cologne hat nach eigenen Angaben „ihre Position als international führende Plattform der globalen Reifen- und Räderbranche“ verteidigt. Zumal zeitgleich noch die Autopromotec in Bologna lief, die einige Marken wie Toyo abzog – aber eher einem Mix aus Auto Mechanika und Tire entspricht. Die Tire Cologne fokussierte sich dagegen klar auf Innovationen und Produkte aus den Segmenten Reifen und Räder, KFZ-Services und Werkstattbedarf, Reifenrunderneuerung sowie Altreifenverwertung und -entsorgung.
 

Was die Kölner besonders freute: Trotz der schwierigen geopolitischen Lage kamen die Fachbesuchern aus 100 Ländern und fanden rund 300 ausstellende Unternehmen und Marken aus 35 Ländern vor. Die waren „sehr zufrieden mit der erfreulich hohen Besucherfrequenz, der Internationalität und der überzeugenden Qualität der Fachbesucher“.

Außerdem sieht sich die Messe auch als Thementreiber: Bei vielen Unternehmen, vor allem aber im Konferenz- und Eventprogramm standen Lösungen zu den Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung und der Zukunft der Mobilität im Fokus. Oliver Frese, Geschäftsführer der Kölnmesse, zog Bilanz:

 

„Die Tire Cologne hat eindrucksvoll abgeliefert, als internationale Branchenplattform und als Weichensteller für die Zukunft. Das ist die perfekte Vorlage, um die Tire Cologne 2024 auf das nächste Level zu heben“.


Stephan Helm, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) ergänzt, was wir an vielen Ständen ebenfalls erfahren haben:

„Die Branche hat den persönlichen Austausch so dringend gebraucht und die Tire Cologne in vollen Zügen zum Networking und für das Business genutzt. Entsprechend euphorisch war die Stimmung während der drei Messetage.“

 

Dies zeigte sich auch in den zahlreichen „Get togethers“ und der ausgebuchten Tire Cologne-Party, die die Unternehmen zum Austausch mit ihrer Community nutzten. Die stärksten Besucherbeteiligungen kamen laut Messe Köln aus den Niederlanden, Polen, Italien, Frankreich und Großbritannien. Stark war zudem der Besuch aus Israel, Marokko, den USA, Georgien und Indien. Auch aus Fernost, speziell aus Korea, Singapur, Indonesien und Japan kamen Entscheider nach Köln.

Zentrales Thema war bei vielen Ständen „Nachhaltigkeit“ und Kreislaufwirtschaft, was in zahlreichen Konferenzen und im Eventprogramm aus unterschiedlichen Blickwinkeln abgebildet wurde. Dazu gehörten unter anderem die Global Retreading Conference (GRC) des europäischen Runderneuerungsverbandes BIPAVER, das Tire Recycling Forum, die Sonderschau „Boulevard of Sustainability“ oder auch die Aktionsfläche der ZARE (Zertifizierte Altreifen Entsorger) zur Altreifenentsorgung.

Alle Sessions auf der Tire Stage waren durchweg gut besucht und wurden darüber hinaus live gestreamt – so konnten Interessierte, die nicht vor Ort waren, dem Programm direkt folgen. Zudem steht das gesamte Bühnenprogramm im Nachgang als Video On Demand auf der Website der The Tire Cologne zur Verfügung. Gut vom Fachpublikum angenommen wurden nach Messeangaben auch die Aktionsflächen des BRV, der in Zusammenarbeit mit den Partnern Bohnenkamp und wdk zwei Montageflächen zur praktischen Montage von Großreifen bzw. UHP-/Runflat-Reifen präsentierte.

 

Was bedeutet das?

Die Reifenbranche konnte ich in Köln endlich wieder treffen, diskutieren und feiern! Die Möglichkeiten dazu wurden gut angenommen, sodass man jetzt optimistisch die nächste „Tire“ 2024 plant.

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