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The Future is now beim IFA Branchengipfel

Der IfA Branchengipfel hat sich in den vergangenen 20 Jahren zu einem der größten und bedeutendsten automobilwirtschaftlichen Kongresse Deutschlands entwickelt. Thematische Schwerpunkte des zweitägigen Kongresses bildeten aktuelle Trends und Entwicklungen in den Bereichen Automobilvertrieb, Handel, Kundenmanagement und Einblicke in die neuen Mobilitätskonzepte.

Zum IFA Branchengipfel in Nürtingen, unweit vor den Toren von Stuttgart begrüßte das Institut mehr als 600 Teilnehmer von Automobilherstellern, -händlern und Branchendienstleistern.
Zum IFA Branchengipfel in Nürtingen, unweit vor den Toren von Stuttgart begrüßte das Institut mehr als 600 Teilnehmer von Automobilherstellern, -händlern und Branchendienstleistern.
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Redaktion (allg.)
von Bert Brandenburg

Zum IfA Branchengipfel in Nürtingen, unweit vor den Toren von Stuttgart, begrüßte das Institut in diesem Jahr mehr als 600 Teilnehmer von Automobilherstellern, -händlern und Branchendienstleistern. Aber auch Studierende, Wissenschaftler und politische Vertreter zählten zum Teilnehmerfeld in der Stadthalle. Der IfA Branchengipfel wird organisiert unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Reindl, dem Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA).

Und allen Rednern war klar, dass Dynamik und Komplexität den zukünftigen Transformationsprozess in der Automobilwirtschaft ganz nachhaltig bestimmen wird. Dabei war der Begriff Nachhaltigkeit omnipräsent in allen Vorträgen. Die Liste der Speaker angefangen von Christoph Erdmenger, Leiter der Abteilung "Nachhaltige Mobilität" im Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg, Ola Källenius, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars, Michael Lohscheller, CEO Opel Automobile GmbH, Peter Schwarzenbauer, Mitglied des Vorstands der BMW AG für Transformation Elektromobilität, Jürgen Stackmann, Vorstand Sales, Marketing und After Sales der Volkswagen AG über Christian Bauer, Leiter Vertrieb Audi Deutschland bis hin zu Prof. Dr. Günther Schuh CEO, e.GO Mobile AG und weiteren war sehr prominent besetzt.

Wir können nicht die Welt retten, sind aber mit inzwischen 50 Millionen VW-Fahrzeugen auf der Straße für ein Prozent des globalen CO2-Ausstoßes verantwortlich und da wollen wir zukünftig deutlich mehr tun, lautete die Botschaft von VW. Angesichts der anhaltenden Diskussion um den Klimaschutz und die von der EU vorgegebenen CO2-Grenzwerte, die erreicht werden müssen, stellten alle Herstellervertreter auf dem 20. IfA Branchengipfel die Entwicklung in Sachen Elektromobilität in den Mittelpunkt Ihrer Gedanken.

Opel-CEO Michael Lohscheller schlug in seiner Präsentation dabei immer wieder die Brücke zum Sport und zum Markenbotschafter Jürgen Klopp. Er betonte aber auch eindringlich den Fokus der Geschäftsleitung auf Profitabilität und CO2-Reduzierung. Und wie es scheint sind die Autobauer endlich wieder als Team erfolgreich und das mit neuen und schönen Modellen wie dem Corsa. Es ist kaum zu glauben aber wahr. Nach 18 Jahren mit roten Zahlen und negativen Ergebnissen konnte die Opel-Mannschaft 2018 bereits 859 Millionen Euro Gewinn erzielen.

Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann betonte eindeutig die Ausrichtung von Volkswagen auf die batterieelektrische Mobilität mit dem neuen Produkt ID, das erfolgreich auf der IAA in Frankfurt vorgestellt wurde. ID werde in Zukunft für alle batterieelektrischen Fahrzeuge des Konzerns stehen. Mit dem ID.3 beginnt für VW eine neue, dynamische Ära in der Welt der Elektromobilität. Elektrisierende Performance zu bezahlbaren Preisen ab 15.900 Euro und endlich alltagstauglichen Reichweiten. Jetzt muss es nur noch gelingen die 35.000 Vorbesteller die 1.000 Euro angezahlt haben zu echten Kunden zu machen. Stackmann ist sich hier bereits sicher das dies auch gelingen wird.

Daimler-Chef Ola Källenius der mit seinem Dienstwagen, einer S-Klasse aus Untertürkheim anreiste, stellte seine Version "Ambition 2039" vor. Bei aller notwendigen und neuen Mobilität betonte er das auch ein Verbrenner bei der Schadstoffreinigung ganz vorne dabei sein kann, denn Stickoxide lässt sein S 400 d fast keine mehr aus dem Auspuff. Der Daimler-Konzern setze in den nächsten fünf bis zehn Jahren, so wie Opel, BMW, Audi und VW natürlich auch auf batterieelektrische Fahrzeuge. Das in Deutschland immer sehr stark diskutierte Thema Wasserstoff und Brennstoffzelle sieht Mercedes-Benz bei den schweren Nutzfahrzeugen. So wie VW peilt auch Daimler die CO2-Neutralität für die gesamte Supply Chain an. Die CO2-Ziele in den nächsten beiden Jahren zu erreichen, um mögliche Strafzahlungen zu verhindern, hält der sympathische Schwede für wörtlich „knackig", er sei aber sehr zuversichtlich das dies gelinge. Der Konzern setzt klare Vorgaben und wird mit seinem CASE-Strategie und den neuen Fahrzeugen weiterhin an einer Technologie-Offenheit festhalten.

Für Peter Schwarzmann im BMW-Vorstand verantwortlich für die Transformation Elektromobilität ist die Klimaneutralität ebenfalls ein Muss. BMW hat aus allen verfügbaren Studien und Experteninterviews ein Trend-Cluster entwickelt. Die Nachfrage nach Mobilität nimmt noch weiter zu. Daher beschäftigt sich der Autobauer mit neuen Konzepten zur besseren urbanen Mobilität. Die gegenwärtigen Entwicklungen sowie Prognosen verdeutlichen es: Die Städte wachsen. Der Lebensraum jedes Einzelnen und die Möglichkeiten der Mobilität in diesem städtischen Umfeld müssen folglich effektiver gestaltet werden. Diese Tatsache ebnet den Weg für Konzepte zu alternativen Fahrzeugantrieben und zum autonomen Fahren.

Was bedeutet das?

Beim IfA Branchengipfel gab es viele spannende Einsichten und auch Antworten auf die  zukunftsgerichtete Transformation in der Automobilindustrie. Die unter der Leitung Prof. Reindl diskutierten Zukunftsfelder haben das Potenzial die automobile Zukunft abzusichern. Und zum Schluss bleibt deutlich mehr von dieser Konferenz hängen als der Spruch vom CEO e.GO Mobile Professor Schuh. Er rief den jungen Studierenden zu das es keine gute Idee ist den Führerschein nicht mehr zu machen, sowie nicht Englisch zu lernen. Es geht darum, dass alle die aktuellen und künftigen Herausforderungen proaktiv zu gestalten wissen.

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