Tesla: Zahl der Supercharger soll sich in zwei Jahren verdreifachen

Teslas Kundschaft wächst rasant – die Ladeinfrastruktur muss mitziehen.

Mittlerweile findet man Tesla-Supercharger auch an Landgasthöfen. | Foto: Dietmar Fund
Mittlerweile findet man Tesla-Supercharger auch an Landgasthöfen. | Foto: Dietmar Fund
Thomas Kanzler

Drew Baglino, Teslas Senior Vice President of Powertrain and Energy Engineering meinte bei einer Fragerunde vor Investoren anlässlich der Vorstellung der jüngsten Quartalszahlen:

 „Wir wollen das Netzwerk in den kommenden zwei Jahren verdreifachen“

Der Hintergrund: Die Auslieferungen legten letztes Jahr um 73 Prozent zu, der Ausbau der Supercharger konnte dabei nicht mithalten, das Ladenetz wächst gegenüber dem Vorjahr „nur“ um rund 50 Prozent.

Aktuell betreiben die Kalifornier an weltweit gut 3.300 Standorten insgesamt etwa 30.000 Ladesäulen, die Tesla-Fahrern bisher exklusiv zur Verfügung stehen. Anfang dieses Jahres kündigte Tesla an, das Supercharger-Netzwerk zuerst in Europa für Elektroautos anderer Hersteller zu öffnen. Hierfür soll die Anzahl der Supercharger deutlich erhöht werden, um Wartezeiten zu vermeiden und die eigene Kundschaft nicht zu verprellen.

Mit dem massiven Ausbau der Supercharger will Tesla vor allem die Wartezeiten an besonders beliebten Standorten verkürzen. In der Nähe hochfrequentierter Ladeplätze sollen unter anderem weitere Standorte aufgebaut und mobile Supercharger eingesetzt werden. Um die Auslastung zu entzerren, will das Unternehmen eine flexiblere Preisgestaltung ausprobieren, mit günstigeren Tarifen außerhalb der Spitzenzeiten. Konkrete Ladekosten für die flexiblen Preise nannte das Unternehmen allerdings noch nicht. Dynamisches Routing soll die Situation weiter entzerren. Fahrer sollen von der Fahrzeugnavigation zu weniger stark ausgelasteten Supercharger Standorten gelotst werden.

Was bedeutet das?

Teslas Ladenetzwerk wird an die steigenden Stückzahlen und an die Öffnungspläne für andere Marken angepasst.

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