Tesla will Model Y-Hinterwagen in einem Teil gießen

Musk hat es schon einmal getwittert: Wo beim Model 3 noch bis zu 70 Komponeneten verbunden werden müssen, will er beim Model Y künftig den ganzen Hinterwagen aus insgesamt drei Teilen zusammensetzen. 

Aktuell fokussiert sich Tesla-Chef Elon Musk auf die Produktion. Das Model Y soll einen Hinterwagen aus einem Teil erhalten. | Foto: Tesla
Aktuell fokussiert sich Tesla-Chef Elon Musk auf die Produktion. Das Model Y soll einen Hinterwagen aus einem Teil erhalten. | Foto: Tesla
Gregor Soller

Im kalifornischen Fremont sind jetzt die riesigen Druckgießmaschinen eingetroffen, mit denen der komplette Hinterwagen des Model Y in einem einzigen Stück gegossen werden soll. Auch dazu hat Musk natürlich wieder getwittert: 

„Es wird erstaunlich sein, sie in Betrieb zu sehen! Es ist die größte Druckgießmaschine aller Zeiten. Die hintere Karosserie besteht aus einem einzigen Teil, inklusive der Stoßstange.“

Mit "Stoßstange meint er wahrscheinlich das Aufprallabsorbierende hintere Teil des Hinterwagens, denn die äußere Hülle besteht aus Kunststoff. So will Musk die Fertigung des Model Y beschleunigen und viel günstiger machen. Deshalb stieg Tesla tief in den Werkzeugbau ein: Die Druckgießmaschine, für die Tesla auch ein Patent erhalten hat, nutzt Aluminium statt Stahl. Innovativ ist aber, dass sie statt vieler kleiner Teile den kompletten Hinterwagen in einem "Guss" schafft.

Aber auch in Grünheide justiert Tesla schon wieder nach:Statt der ursprünglich geplanten bis zu 15.000 Pfähle müsse man jetzt nur 500 bis 550 Pfähle ins Grundwasser schießen. Das hat ein Tesla-Sprecher anlässlich der Einweihung der „Tesla Straße“, die auf das Gelände führt, verkündet. So werde künftig nur das Presswerk, aber nicht mehr die Gießerei auf Pfählen stehen. Interessant ist dabei die Tatsache, dass Grünheide auch eine Gießerei erhält - die ist Energieaufwändig und teuer und wird in vielen Produktionsstätten gern ausgelagert.

Was bedeutet das?

Tesla steigt auch bei der Produktion tiefer ein und beginnt, hier ebenfalls neue Maßstäbe zu setzen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich das endlich auch auf die Fertigungsqualität niederschlägt. 

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