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Tesla plant Update für Model S und X

Nachdem sich der Absatz der beiden großen Tesla-Modelle fühlbar abgeschwächt hat, könnten beide ein umfangreiches Update erhalten.

Die Verkäufe von Model S und X ließen Anfang 2019 merklich nach. Jetzt ist ein Update geplant. | Foto: Tesla
Die Verkäufe von Model S und X ließen Anfang 2019 merklich nach. Jetzt ist ein Update geplant. | Foto: Tesla
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Gregor Soller

Model S und X kommen langsam etwas in die Jahre. Deshalb scheint Tesla laut der Plattform Electrek ein größeres Update zu planen, das vor allem die Motoren umfasst: Dabei könnten die Drehstrom-Asynchron- durch Reluktanzmotoren ersetzt werden. Diese verbauen die Amerikaner bereits im Model 3. Die Vorteile: Verluste entstehen praktisch nur im ruhenden Stator, der so auch gut gekühlt werden kann. Damit sind die Maschinen auch tolerant gegen kurzzeitige Überlastungen. Außerdem ist der Aufbau einfacher (und damit auch günstiger): Der Rotor benötigt keine Spulen oder spezielle Werkstoffe. Man braucht weder Dauermagnete und auch keine seltenen Erden. Deshalb kann der Rotor robuster und tolerant gegen Überdrehzahl konstruiert werden. Damit könnten Model S und X auch „vollgasfester“ werden. Außerdem plant Tesla laut Electrek in dem Zusammenhang auch eine Erhöhung der Ladegeschwindigkeit, Stichwort „Schnellladen“, wo vor allem aus Zuffenhausen starke Ansagen kommen.

Und weil man schon am Antriebsstrang zu Gange ist, plant man auch gleich, die Effizienz zu und damit die Reichweite zu erhöhen. Laut Electrek bietet der Reluktanzmotor des Model 3 einen Wirkungsgrad von 97 Prozent, wo es die Drehstrom-Asynchron-Maschinen von Model S und X bei 93 Prozent belassen. Derzeit werde unter dem Codenamen „Raven“ an einem Antriebs-Upgrade gearbeitet. Begleitet werden soll das Upgrade von optischen Maßnahmen vor allem im Interieur. Das Update könnte für die zweite Jahreshälfte 2019 kommen, wenn in den USA die 2020er-Modelle gelauncht werden.

Außerdem hat Elon Musk getwittert, dass am 22. April 2019 Details zum Mobilitätsdienst „Tesla Network“ bekanntgegeben werden: Hier sollen Kunden ihren Tesla temporär verleihen können, um Geld damit zu verdienen. Ob man auch das Thema bidirektionales Laden und Carsharing in größerem Umfang angeht, bleibt noch offen.

Was bedeutet das?

Tesla ist Großserienhersteller geworden und unterliegt damit den Gesetzen dieses Marktes, heißt: Auf dem Markt befindliche Modelle brauchen Service und Facelifts und ohne Mobility-Services dürfte künftig kein Fahrzeughersteller mehr auskommen.

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