Tesla plant,seine Supercharger für alle Hersteller zu öffnen

Per Twitter verkündete Elon Musk, dass er sein Supercharger-Netz noch 2021 auch für andere Hersteller öffnen möchte.

Künftig könnte Tesla ein Supercahrger-Netzerk, hier die Station in Flachau, auch für andere öffnen. | Foto: Tesla
Künftig könnte Tesla ein Supercahrger-Netzerk, hier die Station in Flachau, auch für andere öffnen. | Foto: Tesla
Gregor Soller

Schon seit geraumer Zeit kursieren Gerüchte, dass Teslas Supercharger-Netz für alle Marken geöffnet werden könnte. Auch (Noch-)Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer drängte darauf, dass Tesla seine Schnelladesäulen für alle Hersteller freigeben solle. Elon Musk scheint genau das zu planen, lies aber einmal mehr offen, wann und wie genau das umgesetzt werden solle.

Dazu kommen viele Detailfragen, denn Tesla muss für die „Öffnung“ ein idealrweise Fahrzeugerkennungs- und transparentes Preisschema hinterlegen, dafür sorgen, dass immer genügend Säulen für die eigene Kundschaft frei sind und dass „Fremdtanker“ nicht über Gebühr hohe Tarife zahlen. Bereits im Juni hat der noch amtierende Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer in der Neuen Osnabrücker Zeitung verlangt, dass Tesla seine Supercharger für alle Marken freigibt und erklärt:

„Ich bin mit Herstellern wie Tesla im direkten Gespräch, um zu erreichen, dass die Bestandsinfrastruktur, zum Beispiel von Tesla Superchargern, auch für andere Hersteller geöffnet wird.“

Was bedeutet das?

Mit der Freigabe für alle Marken könnte Tesla die Auslastung seiner Supercharger massiv erhöhen, zumal die immer mehr Konkurrenz von anderen Ladeanbietern bekommen. Wenn die Schnellladen günstiger anbieten könn(t)en als Tesla, würde Tesla auch seine „eigenen“ Kunden verlieren – und der Aufbau und Erhalt der Infrastruktur ist teuer. Insofern darf man gespannt sein, was Musk konkret plant. Denn angekündigt hat er schon sehr viel, doch die Umsetzung erfolgte dann meist verzögert respektive in Häppchen.

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