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Tesla Model Y: Gut für weitere Rekorde?

Allen Unkenrufen zum Trotz läuft Teslas Model 3 immer noch prächtig und Elon Musk hofft, im dritten Quartal 2019 abermals den Stückzahlenrekord knacken zu können.

Das Model Y ist eng mit dem Model 3 verwandt. | Foto:Tesla
Das Model Y ist eng mit dem Model 3 verwandt. | Foto:Tesla
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Gregor Soller

Während Model S und X schwächeln, läuft das Model 3 so gut, das Tesla auch in Europa wieder viele Marken überholen konnte, was die Absatzzahlen angeht. Dem Trend zum SUV trägt man mit dem Model Y Rechnung, das bereits im März präsentiert wurde, in den USA aber erst ab 2020 ausgeliefert wird. Aktuell rechnet Elon Musk damit, dass man vom Model Y mehr Autos als von allen übrigen Baureihen zusammen verkaufen wird und damit auch 2020 neue Produktionsrekorde feiern wird.

Die Zeichen dafür stehen gut: Es ist geräumiger und variabler als das Model 3 und erschwinglicher als das Model X. Und soll optional wie dieses als Siebensitzer erhältlich sein. Eine erste Sitzprobe diverser Medienkollegen ergab: Innen gibt es zwar mehr Platz als im Model 3, doch von der Opulenz der großen Modelle ist das Midsize-SUV ein Stück entfernt. Innen übernimmt man das reduzierte Armaturenbrett samt 15-Zoll-Riesentablet weitgehend vom Model 3.

Die Fahrleistungen sollen auch hier üppig ausfallen: Das Topspeed beträgt zwischen 190 und 241 km/h, die Beschleunigung von 0-100 km/h soll je nach Ausführung in 3,5 bis 5,9 Sekunden erledigt sein und als Reichweite gibt Tesla 370 bis 540 Kilometer in der Long Range Version an. Folgende Versionen stehen zur Wahl: Long Range mit Heckantrieb für 56.000 Euro (47.060 Euro netto), Long Range Allrad (505 Kilometer Reichweite) für 60.000 (50.420 Euro netto) Euro und Performance (480 Kilometer Reichweite) für 68.000 Euro (57.150 Euro netto). Dazu kommen immer 980 Euro brutto (824 Euro netto) für die Auslieferung. Für die USA hat Tesla einst 39.000 US-Dollar Basispreis für die Standard-Version proklamiert, die natürlich erst viel später geliefert wird, wenn überhaupt. Das wären knapp 35.800 Euro, netto gar nur knapp 30.100 Euro. Und genau dann wäre Tesla natürlich wieder in einem Kostenfenster, welches das Model Y ganz nach vorn fahren ließe – auch im Flottengeschäft.

In der Produktion und Entwicklung hat Tesla viel dazugelernt: das dritte Quartal bringt aller Voraussicht nach neue Absatz- und Auslieferungsrekorde und das Model Y ist viel enger mit dem Model 3 verwandt als das Model X mit dem Model S.

Was bedeutet das?

Tesla braucht das Model Y als Überlebensgarantie. Es tritt in er weltweit populärsten Fahrzeugkategorie an und wird dann einsetzen, wenn die Absatzzahlen des Model 3 rückläufig sind. Model S und Model X spüren die erstarkte Konkurrenz jetzt schon und fahren im Absatz bereits seit längerem rückwärts. Weiteres Problem: Qualitätsmängel und ein teils lascher Service lassen die treue Fanbase langsam bröckeln: Auch einem Tesla verzeiht man nicht mehr Alles und es mehren sich im Netz weniger positive Filmchen und Artikel. Insofern wird das Model Y keinen Tag zu spät auf den Markt kommen – in Europa aber wohl erst 2021.  

 

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