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Tesla Model 3 mit Hängerkupplung

Die gebremste Anhängelast beträgt maximal 910 Kilogramm.

Nicht nur Fahrräder: das Model 3 darf bis zu 910 Kilogramm schwere Anhänger ziehen. | Foto: Tesla
Nicht nur Fahrräder: das Model 3 darf bis zu 910 Kilogramm schwere Anhänger ziehen. | Foto: Tesla
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Gregor Soller

Elektroautos und Anhänger – das sind in der Regel noch zwei Welten, die nicht zusammenpassen: Zu groß sind die Reichweitenverluste, wenn noch Trailer gezogen werden müssen. Tesla bietet beim Model X trotzdem eine Kupplung an und zieht jetzt beim Model 3 nach. Nicht erhältlich ist die Kupplung für das Model S. Im Gegensatz zu vielen Herstellern, die ihre Stromer und Plug-In-Hybride zwar mit Kupplung anbieten, für diese aber keine Zuglasten sondern nur Stützlasten für Heckträger zulassen, darf das Model 3 wirklich Trailer an den Haken nehmen, die gebremst immerhin 910 Kilogramm wiegen dürfen – was für kompakte Einachswohnwagen genügt. Das Model X darf gar 2250 kg an den Haken nehmen. 

Die Anhängerkupplung für das Model 3 gibt es für die Versionen „Standard-Reichweite Plus“ und „Maximale Reichweite“ mit Hinterrad- oder Allradantrieb und kann bei Bedarf demontiert werden. Die Sportversion „Performance“ bietet die Option nicht: Grund ist Reifentragfähigkeit, die im Anhängerbetrieb vor allem an der Hinterachse steigt. Auch bereits ausgelieferte Fahrzeuge können nicht mit Anhängerkupplung genutzt werden, dies sei aufgrund von „europäischen Vorschriften“ nicht realisierbar. Der Preis beim Model 3 beträgt gut 890 Euro netto (1060 Euro brutto). Inkludiert ist eine spezielle Software, die ein Schlingern des Gespanns durch Ansteuern einzelner Radbremsen unterdrücken soll, eine Nachrüstung bestehender Modelle ist allerdings nicht möglich.

Während das Model 3 im Standard von beginn an CCS laden konnte, ist das Laden an CCS-Säulen bei Model S und X erst seit den im Mai 2019 produzierten Modellen möglich. Dafür liefert Tesla einen CCS-Adapter mit. Ältere Model S und Model X sollen sich ab Juni darauf umrüsten lassen, was inklusive Adapter gut 420 Euro netto (500 Euro brutto) kosten wird.

Auch an den Ladeleistungen feilt Tesla: Die eigenen Supercharger bieten mittlerweile maximal 120 Kilowatt, doch seit Audi mit dem e-tron gut 150 kW ziehen kann, legt auch Tesla bei Model S und X wieder nach: Die Modelle mit dem jeweils größten Akku sollen an den bestehenden Superchargern der Generation V2 bald bis zu 150 Kilowatt Strom zapfen können, an der folgenden Generation V3 sollen ab April 2019 gebaute Model S und X bis zu 200 kW ziehen können. Das Model 3 soll sogar bis zu 250 Kilowatt laden können.

Was bedeutet das?

Tesla legt auch in Sachen Alltagstauglichkeit nach. Dazu gehört neben einer Anhängekupplung das Schnellladen und die CCS-Fähigkeit: Nachdem Audi und Ionity hier künftig bis zu 350 kW bieten wollen, was Zwischenladungen erheblich verkürzt, arbeitet auch Tesla daran, schneller mehr Strom in seine Autos zu bekommen und öffnet sich für den CCS-Standard.

 

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