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Tesla Model 3 Highland: Großes Facelift schon in Produktion?

Insider aus China berichten, dass die Montage des aktuellen Model 3 in der Giga-Shanghai schon am 14. August auf das geliftete Modell mit Codenamen „Highland“ umgestellt werden könnte.

Intern präsentierte Tesla das neue "unboxed" - Verfahren. Hier wird das Auto aus vorkonfigurierten Modulen zusammen gesetzt. | Foto: Tesla
Intern präsentierte Tesla das neue "unboxed" - Verfahren. Hier wird das Auto aus vorkonfigurierten Modulen zusammen gesetzt. | Foto: Tesla
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Gregor Soller

Die Spatzen pfeifen es schon seit über einem Jahr von den Dächern: Teslas Model 3 wird groß überarbeitet. Unter dem Codenamen „Highland“ sollen vor allem Vorder- und Hinterwagen neu kommen (Stichwort Gigacasting), wie getarnte Prototypen in den USA und China bestätigten. Der Beginn der Serienfertigung könnte dann ab Anfang September hochlaufen. Ein chinesischer Post von @ChrisZheng001 vom 3.8.2023 erklärt:

„Giga Shanghai hat mit der Umstellung der Produktion begonnen und produziert ab dieser Woche zwei Tage lang das aktuelle Model 3, zwei Tage lang die Highland-Produktion im Wechselbetrieb und stellt zwei Wochen später komplett auf die Highland-Produktion um.“

Auch eine andere Quelle auf „Twitter“ – jetzt „X“ deckt diese Aussage. Dort steht:

„Die Versuchsproduktion hat bereits begonnen, und die Massenauslieferung wird im September beginnen, früher als ursprünglich erwartet.“

Das zumindest schreibt der nicht zu dem Unternehmen gehörende Account @teslashanghai. In Europa rutschten die Lieferfristen etwas nach hinten: Nachdem wir am 7.8. auf der Webseite waren, wird der Liefertermin für das Model 3 für Oktober oder November 2023 genannt, bei der Performance-Variante wird November 2023 bis Januar 2024 angegeben. Zuletzt betrugen die Lieferzeiten für die meisten Model-3-Versionen in Deutschland nur wenige Wochen. Und auf bereits vorgefertigte Fahrzeuge gab es gar weitere Rabatte, was als „Abverkauf“ der vorproduzierten Haldenfahrzeuge gedeutet werden kann.

Die ganz große Neuerung beim Highland soll eine neue Modulbauweise sein, welche die Produktionskosten weiter massiv senken soll. Schon früher hat sich Elon Musk darüber beklagt, dass man Tesla immer nur mit E-Mobilität, nicht aber mit innovativer Fertigung gleichsetze.

Gigacasting und unboxed sollen weitere Kosten sparen

So soll der komplette Hinterwagen im Gigacasting entstehen, womit sich einzelne Teile und Schweißvorgänge sparen lassen. Ähnlich soll es mit dem Vorderwagen laufen. Und damit man sich beim Innenausbau leichter tut, soll auch der schon „unboxed“ laufen, bevor die Gesamtkarosserie verschweißt ist! Eine ähnliche Strategie verfolgte VDL bei den Bova-Reisebussen, die erst innen ausgebaut wurden, bevor die Karosserie komplettiert wurde. Der Vorteil: So können mehr Roboter eingesetzt werden, denn der Innenausbau ist bei den meisten Fahrzeugen heute immer noch so komplex, das man viele Arbeitskräfte und Zeit braucht. Innen könnten wie beim Model S die Lenkstockhebel für Blinker, Scheinwerfer und Scheibenwischer entfallen und weitere Baugruppen zusammengefasst werden.

Außerdem wird Tesla auch bei den Akkus nachlegen: In China könnte man auf neue Zellen von CATL mit Lithium-Mangan-Eisenphosphat-Chemie (LMFP) umsteigen. So könnte die Reichweite bei dem Basismodell von derzeit 491 Kilometern nach WLTP auf bis zu gut 550 Kilometer steigen. Allerdings ist bei LMFP-Zellen in der Regel die Ladeleistung in der Regel etwas schwächer, was aber durch die nächsten Entwicklungsschritte hier ausgeglichen werden könnte.

Was bedeutet das?

Bisher punkteten Tesla-Modelle mit einer gewissen Zeitlosigkeit – stoßen aber überall an ihre Absatzgrenzen. Zeit, gegenzusteuern und vor allem beim Model 3 wieder nachzulegen. Gespannt sein darf man allerdings weniger auf die Optik, sondern mehr auf die Akkus und die Produktionstechnik. Auf dass die „preiswerten“ Preise bleiben!

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