Tesla mit neuen Rekorden - bei Verlust und Umsatz

Im ersten Quartal 2018 stieg der Umsatz auf 3,41 Milliarden Dollar und der Verlust auf 709,6 Millionen Dollar.

Die Zahlen der Model-3-Produktion steigen langsam. | Foto: G. Soller
Die Zahlen der Model-3-Produktion steigen langsam. | Foto: G. Soller
Gregor Soller

Zwar hat Tesla einmal mehr einen Rekordverlust eingefahren, doch dafür steigen jetzt auch Umsatz und die Produktionszahlen des Model 3. In der letzten Aprilwoche sollen immerhin 2270 Model 3 in Fremont produziert worden sein, womit sich die Aussagen der Tesla-Mitarbeiter in Peking bestätigt haben, die dort erleichtert erklärten, dass die Zahlen jetzt langsam, aber kontinuierlich stiegen. Noch im März tat sich Tesla schwer, die 2000er-Marke zu knacken.

Noch immer hält CEO Elon Musk an seinem Ziel fest, bis Ende Juni 5.000 Exemplare pro Woche zu fertigen – entsprechend legte die Aktie wieder leicht zu. Ein gutes Ergebnis konnten dafür der Bereich Tesla Energy mit stationären Batteriespeichern erwirtschaften. Ein Geschäft, in das auch Nissan einsteigt, während sich Daimler gerade daraus zurückzieht.

Die übrigen Zahlen bleiben im Rahmen des Erwarteten: Tesla vermeldet, 24.728 Exemplare der Modelle Model S und X sowie 9.766 Model 3 produziert zu haben. Ausgeliefert sollen in diesem Zeitraum 21.815 Model S und Model X sowie 8.182 Model 3 sein, womit Tesla 29.997 ausgeliefert haben will. Der Bestelleingang soll neue Rekordhöhen erreicht haben, doch konkrete Zahlen bleibt Tesla schuldig. Das Supercharger-Netzwerk soll im ersten Quartal um 77 Standorte auf insgesamt 1.205 Ladeparks mit über 9.300 Ladepunkten weltweit gewachsen sein. In Deutschland befindet sich der Absatz derweil im Sinkflug: Im ersten Quartal wurden knapp 700 Fahrzeuge zugelassen , knapp 35 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Was bedeutet das?

Tesla kommt weiter voran, wenn auch langsam: Model S und Model X scheinen langsam eine gewisse Marktsättigung zu erreichen und das Model 3 lässt noch auf sich warten. Man darf gespannt sein, wie sich die Marke nach dem rasanten Wachstum der ersten Jahre weiterentwickeln wird. 

 

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