Tesla kommt im 2. Quartal 2020 mit blauem Auge davon

Tesla konnte die Auslieferungen gegenüber dem ersten Quartal 2020 erhöhen, fährt die Produktion aber zurück.

Tesla konnte die Auslieferungen steigern, fährt die Produktion aber dezent zurück. | Foto: G. Soller
Tesla konnte die Auslieferungen steigern, fährt die Produktion aber dezent zurück. | Foto: G. Soller
Gregor Soller

Tesla kann sich in der Corona-Krise wacker halten: Zwar schafft man nicht mehr die Rekordergebnisse des vierten Quartals 2019, kann aber das Niveau des zweiten Quartals 2019 einigermaßen halten. Im zweiten Quartal 2020 wurden insgesamt 90.650 Fahrzeuge ausgeliefert, 2.250 mehr als im ersten Quartal. Die Produktion wurde allerdings zurückgefahren: Von April bis einschließlich Juni 2020 wurden insgesamt 82.272 Teslas produziert – im ersten Quartal kam man noch auf 102.672 Modelle. Mittlerweile schlagen die Corona-Probleme in den USA stärker durch, während sich auch für Tesla China als Rettungsanker erweist. Das zeigt sich auch im Modellmix: Bei Model 3 und Y sank die Produktion um rund 14 Prozent, da in Shanghai weiter Model 3 gebaut werden konnten. Die großen Baureihen Model S und X, die nur in Freemont gefertigt werden, sank dagegen um rund 60 Prozent.

Dazu kommt das Anziehen des Model Y im Mix und ein Corona-bedingter Auslieferungsstopp: Deshalb stiegen die Auslieferungen der „kleinen“ Baureihen wegen bereits produzierten, aber noch nicht an Kunden übergebenen Fahrzeugen von 76.200 Einheiten im ersten Quartal 2020 auf 80.050 Autos im zweiten Quartal.

Bei Model S und X sanken diese im gleichen Zeitraum jedoch von 12.200 auf 10.600 Fahrzeuge.

Was bedeutet das?

Vor allem im heimatlichen US-Markt bekommt man Corona nicht in den Griff – weshalb sich mittlerweile auch für Tesla China als Rettungsanker erweist, den in Amerika steigen Corona-Fälle und Arbeitslosenzahlen dramatisch an – was für hochpreisige Modelle kein gutes Zeichen ist. Deshalb plant Tesla nach eigenen Angaben auch „vorsichtig“ in die Zukunft.

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