Tesla ist mehr wert als BMW, Daimler und VW zusammen

Ein extremes Kursplus der Tesla-Aktien von mehr als neun Prozent sorgte dafür, dass der Hersteller von E-Fahrzeugen am Montag hinsichtlich seines Börsenwertes mehr wert war als die deutschen Hersteller BMW, Daimler und Volkswagen zusammen.

Redaktion (allg.)

Tesla bringt es nach der begonnenen Erholungs-Spurt Mitte März mittlerweile auf einen Börsenwert von 145 Milliarden US-Dollar oder umgerechnet rund 134 Milliarden Euro. BMW, Daimler und der Volkswagen-Konzern sind zusammen 128 Milliarden Euro wert. Beobachtern zufolge profitiert der Aktien-Kurs der Amerikaner von einer Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg, der zufolge Tesla erste Schritte für eine Wiederaufnahme der Montage in Kalifornien erwägt.

Seit ihrem Tief  Mitte März haben sich Tesla-Aktien im Wert mehr als verdoppelt. Bei den Aktien der deutschen Autokonzerne begrenzte sich die Erholung. Positiv für Tesla werten Analysten unter anderem, dass die Regierung in China Förderprogramme für Autos mit alternativen Antrieben verlängern will. Analyst Sven Diermeier von Independent Research stellte dazu jüngst in einer Studie fest:

"Tesla verfügt ohne Zweifel über die Markt- und Technologieführerschaft."

Positiv verlief für die Marke auch das erste Quartal 2020 - trotz Corona-Krise. Denn Tesla habe auch den Absatz im ersten Quartal um 40 Prozent gesteigert. Somit entwickelt sich das Unternehmen deutlich dynamischer als der gesamte Automarkt. Dennoch dürfte der Konkurrenzdruck auch auf Tesla steigen, so Diermeier. Denn im Laufe des Jahres gehen viele weitere E-Modelle an den Start, wenngleich die echten Alternativen in den Segmenten, in denen Tesla aktiv ist, immer noch auf sich warten lassen. Erschwerend hinzu kommt, dass viele Hersteller aus China und Europa zögern, ihre Stromer auf den US-Markt zu bringen, den Tesla weiter dominiert. 

Was bedeutet das?

Tesla ist trotz Corona-Krise sehr positiv ins neue jahr gestartet. Man wagt jetzt noch keine Prognose über en weiteren Geschäftsverlauf, doch in China ist die Marke bereits wieder am Netz und die Ausfälle in den USA könnten sich in Grenzen halten, zumal man noch das neue Moel Y im Köcher hat, dessen Auslieferungen erst noch folgen. Auch hier gab es wegen der Pandemie Verzögerungen, was abermals für "Nachholbedarf" und damit voll ausgelastete Tesla-Bänder sorgen dürfte. 

 

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