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Tesla fährt autonom Reichweitenrekord

Auf einer Dekra-Teststrecke fuhr ein Tesla Model 3 über 28 Stunden unbemannt, autonom im „Autopilot-Modus“ und kam mit einer Ladung 1.001 Kilometer weit.

Weiß schlägt rot: Das autonom fahrende Model 3 (re.) kam weiter. | Foto: Nextmove
Weiß schlägt rot: Das autonom fahrende Model 3 (re.) kam weiter. | Foto: Nextmove
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Gregor Soller

Autopilot schlägt Piloten aus Fleisch und Blut: So könnte man das Ergebnis des Probelaufes auf der Dekra-Teststrecke im brandenburgischen Klettwitz zusammenfassen: „Gelenkt“ wurde das weiße Tesla Model 3 von Deutschlands führender Elektroauto-Vermietung nextmove von Maskottchen Spacy, dem kleinen Bruder von Teslas Starman, der im Tesla Roadster durch das Weltall fliegt. Das unbemannte Elektroauto mit einem 75-kWh-Akkupack (Model 3 Long Range) schaffte 23 Kilometer mehr Reichweite als ein zeitgleich auf die Strecke geschicktes, identisches Model 3 mit wechselnden menschlichen Fahrern.  

 

„Natürlich bietet eine Teststrecke mit eindeutigen Markierungen, langen Geraden sowie ausgedehnten Kurven und wenigen überraschenden Einflüssen nahezu ideale Bedingungen für den Tesla-Autopilot“, sagte nextmove-Geschäftsführer Stefan Moeller. „Allerdings wussten wir vorher nicht, ob der Autopilot wirklich die gesamte Distanz, auch in der Nacht, fehlerfrei durchhalten würde.“ Am Sonntagnachmittag schließlich war klar: Die Maschine erledigte ihre Aufgabe wie ein Uhrwerk mit großer Präzision. Das Fahrzeug konnte schließlich rechtzeitig wieder „eingefangen“ und zum Nachladen auf dem Gelände angeschlossen werden.

Um dem Autopilot zu suggerieren, dass eine Person am Steuer sitzt, wurde ideenreich getrickst: Stefan Moeller startete das Auto und positionierte die Hilfsmittel zur Vortäuschung eines menschlichen Fahrers im Tesla Model 3. Anschließend stieg er bei einem kurzen Stopp über das Seitenfenster aus: So stellte nextmove sicher, jederzeit wieder ins Fahrzeug hereinkommen zu können. Um nicht zu viel Aerodynamik zu verlieren, verklebte Moeller das Seitenfester entsprechend. Spacy saß auf dem Fahrersitz – wurde aber für die Fahrt in den Nachtstunden auf einer Matratze auf der umgeklappten Rückbank schlafen gelegt.

Ein zweites Model 3 mit identischer Ausstattung (Long Range, 18-Zoll-Räder, Sommerreifen) startete zeitgleich mit wechselnden Fahrern ins Rennen. Am Ende schaffte das bemannte Fahrzeug mit Tempomat sowie zeitweiligem Autopilot-Einsatz 978 Kilometer. Damit überbot auch dieses Fahrzeug den bisherigen Reichweitenrekord für ein Model 3 mit Fahrer. Der frühere, öffentlich bekannte Rekord lag bei 975 Kilometer, aufgestellt von einem Team aus den USA. Dennoch mussten sich die Fahrer der Effizienz des unbemannten Fahrzeugs am Ende geschlagen geben: Maschine schlug Mensch. Bei den Testfahrzeugen handelt es sich um importierte US-Versionen des Tesla Model 3. Das Model 3 begnügte sich im Test mit rund 7kWh/100 km - einem extrem günstigen Wert.

Was bedeutet das?

Nextmove wollte es selbst wissen: Kann ein Autopilot theoretisch sparsamer fahren als ein Mensch und wie weit kommt man im Idealfall mit einem Elektroauto? Als Deutschlands führende Elektroauto-Vermietung mit 180 Fahrzeugen hat man Erfahrung mit allen gängigen Elektroautos, die jetzt um einen weiteren eigenen Test bereichert wurde.

 

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