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Tesla-Auslieferungen fallen im Vergleich zum Vorjahresquartal

Tesla gibt die Quartalszahlen für 2024 bekannt und liefert knapp 40.000 weniger Autos aus als erwartet – woraufhin die Aktie abstürzt.

Der Cybertruck konnte im ersten Quartal 2024 den Absatzabsturz (noch) nicht egalisieren. | Foto: Tesla
Der Cybertruck konnte im ersten Quartal 2024 den Absatzabsturz (noch) nicht egalisieren. | Foto: Tesla
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Gregor Soller

Die Eintrübung der Elektromobilität macht auch vor Tesla nicht halt: Die Analysten hatten deshalb schon im Vorfeld ihre Erwartungen gesenkt, doch statt knapp 423.000 Autos im ersten Quartal 2023 lieferte Tesla im ersten Quartal 2024 nur 386.810 Autos aus. Womit der Autohersteller das das erste Mal seit vier Jahren einen Rückgang der Auslieferungen im Quartalsvergleich meldet. Ursprünglich war man gar von 449.000 Einheiten ausgegangen. Nicht ganz so dramatisch sah es bei der Produktion aus: Insgesamt wurden 433 371 Fahrzeuge gebaut, im Vorjahresquartal waren es 440 808 gewesen.

Große Abhängigkeit von Model 3 und Model Y

Die in diesem Jahr bereits schwächelnde Tesla-Aktie gibt im US-Handel an der NASDAQ am 2.4. zeitweise um 576 Prozent auf 165,13 US-Dollar nach, hat sich aber wieder gefangen – auf niedrigem Niveau.

Das Model 3 und der Kompakt-SUV Model Y machten abermals rund 96 Prozent der Auslieferungen aus. Tesla nannte leider keine Zahlen zum neuen Elektro-Pickup "Cybertruck", der seit einigen Monaten in den USA verkauft wird. Im Umkehrschluss heißt das aber: Weder die überarbeiteten Model S und Model X noch der Cybertruck können die Abhängigkeit Teslas von den Topsellern reduzieren.

Das weltweite Wachstum des E-Auto-Marktes verlangsamt sich (zu früh)

Und nachdem die Tesla-Auslieferungen in den vergangenen Jahren nur nach oben gingen, stockt seit Jahreswechsel das Wachstumstempo im Elektroauto-Markt weltweit: In vielen EU-Staaten liefen Förderungen aus, in den USA griffen Autokäufer wieder verstärkt zu Verbrenner- und Hybrid-Fahrzeugen und in China machen einheimische Hersteller wie BYD und Co. Druck. Und auch in den Werken läuft es nicht wie geplant: Im Werk in Kalifornien wurde die Fertigung auf die neuere Version des Model 3 umgestellt, die in China schon vollzogen war. Und in den vergangenen Monaten musste Tesla die Produktion in Grünheide zunächst wegen Lieferengpässen bei Bauteilen durch die Umleitung von Schiffen nach Angriffen jemenitischer Huthi-Rebellen im Roten Meer und nach einem Anschlag auf die Stromversorgung des Werks zeitweise ganz aussetzen.

Was bedeutet das?

Ganz so dramatisch, wie es wirkt, ist der Einbruch bei Tesla nicht: Denn mit über 300.000 Einheiten im Quartal hat Tesla schon in einem halben Jahr die Produktion des Gesamtjahres vieler europäischer Marken erreicht, die allerdings in Gruppen organisiert sind. Um wirklich zu BMW, Mercedes-Benz und Co. aufzuschließen, wären rund 500.000 Einheiten plusminus x nötig. Man wird sehen, wie sich die Marke weiter entwickelt. Doch solange sie Geld verdient…auch für Tesla musste das Ende des permanenten Wachstums irgendwann kommen – so wie es auch für BYD und Co kommen wird….

 

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