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Tempolimit bringt Volkswirtschaft eine Milliarde Euro

Nicht nur ökologisch, auch ökonomisch ergäbe ein Tempolimit Sinn: Eine neue Studie taxiert die volkswirtschaftlichen Effekte durch niedrigere CO2-Emissionen, aber vor allem durch geringere Lieferkettenkosten und Ersparnis bei der Infrastruktur sowie weniger Staus auf eine Milliarde Euro jährlich.

Bringt viel, kostet nichts: Auch ökonomisch hätte ein Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen große positive Effekte. | Foto: AdobeStock
Bringt viel, kostet nichts: Auch ökonomisch hätte ein Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen große positive Effekte. | Foto: AdobeStock
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Johannes Reichel

Ein Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen in Deutschland könnte nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch mit wenig Aufwand große Effekte erzielen. Das ist das Ergebnis einer schwedisch-deutschen Studie, die im Fachmagazin "Ecological Economics" veröffentlicht wurde. So entstehen zwei Drittel der volkswirtschaftlichen Kostenersparnis von 950 Millionen Euro durch geringere Lieferkettenkosten, Einsparungen bei der Infrastruktur, aber auch durch den verbesserten Verkehrsfluss, weil dieser durch die Reduktion der Tempodifferenzen befördert würde. Ein Drittel der Effekte entsteht aus den niedrigeren CO2-Emissionen und weniger Umweltfolgekosten. Das hatte auch schon das Umweltbundesamt in einer ausführlichen Studie untersucht, das auf acht Millionen Tonnen CO2-Ersparnis gekommen war, bei Tempo 120 auf Autobahnen und Tempo 80 auf Landstraßen. Die Wissenschaftler stellten methodisch eine Kosten-Nutzenanalyse an, unter Abwägung aller Vor- und Nachteile, etwa Reisezeiten, Spritverbrauch, Infrastrukturausbau, -unterhalt sowie Unfallfolgekosten. Selbst für den einzelnen Autofahrer betrachtet, hätte das Limit neutrale Auswirkungen, Kosten und Nutzen hielten sich die Wage.

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