Tankkarte: Ein Plastikkärtchen in Bewegung

Eigentlich bräuchte die Tankkarte einen neuen Namen, bei dem, was sie inzwischen alles kann. Nicht genug, meinen allerdings die Flottenbetreiber laut Dataforce-Umfrage. Vor allem die Kombination von Lade- und Tankkarte ist ein Anliegen.

Eine Karte für Laden und Tanken, das wünschen sich Flottenbetreiber. Symbolbild: EWE
Eine Karte für Laden und Tanken, das wünschen sich Flottenbetreiber. Symbolbild: EWE
Nadine Bradl

Eigentlich ist so eine Tankkarte dazu da, den manuellen Aufwand in der Buchhaltung zu reduzieren. Die Abrechnung von zusätzlichen Services wie etwa Autowäsche und Wischwasser sowie ein ganzes Reporting dazu, geben den kleinen Plastikkarten allerdings inzwischen zusätzlichen Charme. Damit ist aber noch lange nicht Schluss – heute haben die Tankkarten noch wesentlich mehr Funktionen. 

Jetzt erfährt die Tankkarte durch die wachsende Bedeutung der Elektromobilität eine weitere Daseinsberechtigung. Die Integration der Abrechnung eines komplett neuen „Kraftstoffs“ hat es lange nicht mehr gegeben und öffnet den Tankkartenanbietern eine weitere Tür, die Fuhrparkbetreiber von ihrer Karte zu überzeugen. Was die sich wünschen, hat Dataforce in der Tankkarten Analyse 2021 erfragt.

Gerne alles in einem

Knapp 80 Prozent der Fuhrparkverantwortlichen nutzen laut der Befragung aktuell eine zusätzliche Karte für das Aufladen ihrer Elektrofahrzeuge. Zufrieden sind die Flottenbetreiber damit jedoch nicht. Für die Zukunft wünschen sich knapp 70 Prozent die Abrechnung aller Kraftstoffe über eine Karte. Bei Flotten mit mehr als 50 Fahrzeugen sind es sogar 100 Prozent.

Festpreis oder Flexpreis?

Bei der Frage, ob sich Fuhrparkverantwortliche einen Festpreis für das elektrische Laden wünschen gehen die Meinungen auseinander. 47 Prozent der Fuhrparks wünschen sich einen Festpreis, mit dem man fest kalkulieren kann. Die anderen 53 Prozent hätten lieber, dass die Dienstwagenfahrer die jeweils günstigste Lademöglichkeit nutzen, auch wenn dadurch das Risiko für Preisschwankungen besteht.

Kein klarer Fahrplan

Bei der Frage nach CO2-Emissionen wird schnell deutlich: Nur sehr wenige Fuhrparks (11 Prozent) haben klare Regeln zur Reduzierung. Vermutlich schaffen es aktuell die geringeren (beruflichen) Laufleistungen durch COVID noch, den Mehrpreis an der Zapfsäule auszugleichen, so Dataforce.

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