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Synthetischer Kraftstoff verbessert Klima und Stickoxidwerte

Wissenschaftler der RWTH Aachen bewerten Umweltwirkungen von neuen Oxymethylenether-Kraftstoffen vom Windrad bis zur Straße

Gute Nachricht: Neue synthetsiche Kraftstoffe verbessern das Klima. | Foto: Unsplash/Joanna Nix
Gute Nachricht: Neue synthetsiche Kraftstoffe verbessern das Klima. | Foto: Unsplash/Joanna Nix
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Gregor Soller

Im Rahmen des Kopernikus-Projektes „Power-to-X“ bewertet eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe ganzheitlich den alternativen Kraftstoff Oxymethylenether, kurz OMEx. Daran sind die RWTH-Lehrstühle für Technische Thermodynamik, Systemverfahrenstechnik und Verbrennungskraftmaschinen beteiligt. Dazu kommt das Institut für Technische und Makromolekulare Chemie.

Das Ergebnis: Gewöhnliche Kraftstoffe erzeugen bei der Verbrennung das Treibhausgas Kohlendioxid, während alternative Spritsorten den Kohlenstoffkreislauf schließen, da sie aus Kohlendioxid hergestellt werden können. Hierzu wird das Kohlendioxid mit Wasserstoff in maßgeschneiderte Kraftstoffe umgewandelt. Wenn der Wasserstoff aus erneuerbaren Energien hergestellt wird, sind diese Kraftstoffe nahezu klimaneutral.

Oxymethylenether, kurz OMEx, sind eine Gruppe dieser maßgeschneiderten Kraftstoffe. Bedingt durch ihre molekulare Struktur und den hohen Sauerstoffanteil verbrennen OMEx im Vergleich zu fossilem Diesel mit deutlich niedrigeren Rußemissionen, was die Stickoxidemissionen senkt. Damit bieten OMEx-Kraftstoffe die Chance, nicht nur klimafreundlicher zu sein, sondern auch andere Umweltauswirkungen wie Stickoxid- und Rußemissionen herkömmlicher Kraftstoff zu reduzieren.

Im Rahmen der neuen Studie wurde ein Gemisch aus dem kurzkettigem OME1 (Dimethoxymethan) und fossilem Diesel analysiert. Die Umweltwirkungen wurden anhand einer Ökobilanz ermittelt. Diese erfasste alle Aspekte von der Stromproduktion mit Windkraft bis hin zu Verbrennung auf der Straße (Wind-to-Wheel). Die Ökobilanz belegt das Potenzial von OME1 als nahezu klimaneutraler Kraftstoff: Ersetzt man 24 Prozent fossilen Diesel durch OME1, reduzieren sich Treibhausgasemissionen um bis zu 22 Prozent. Gleichzeitig soll der neue Kraftstoff die Emissionen von Stickoxiden und Ruß um 43 Prozent beziehungsweise 75 Prozent mindern.

Was bedeutet das?

Mit ausreichend regenerativer Energie könnte der Zusatz von OME1-Kraftstoff ein erster vielversprechender Schritt in Richtung eines nachhaltigen Transportsektors sein.

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