Swobbee: Wechselakkustation in Last-Mile-Projekt mit E-Cargobikes

Die Stadt Magdeburg testet die urbane und gebündelte Paketzustellung im Rahmen des wissenschaftlich begleiteten Förderprojekts „Paket-KV-MD2“. Der Wechselakkuspezialist komplettiert das Mikrodepot-Konzept mit einer Ladestation, die Energie für die ONO-E-Lastenräder liefert.

Die Mediengruppe Magdeburg erprobt ein Mikrodepot-Konzept mit E-Cargobikes, Container und Akkuwechselstation. | Foto: Swobbee/Andreas Stedtler
Die Mediengruppe Magdeburg erprobt ein Mikrodepot-Konzept mit E-Cargobikes, Container und Akkuwechselstation. | Foto: Swobbee/Andreas Stedtler
Redaktion (allg.)
von Johannes Reichel

In der Sachsen-Anhalt-Landeshauptstadt Magdeburg ist der Pilotbetrieb eines City-Logistik-Projektes gestartet. Im Stadtfeld Ost wurde ein Mikro-Depot für den Paketumschlag in Betrieb genommen, das bisher in Europa einzigartig sein soll. Mittels eines "hub-and-spoke-Konzepts", sollen E-Cargobikes des Berliner Herstellers ONO MOTION und Akku-Wechselstationen des Spezialisten Swobbee nicht nur die Effizienz der Zustellung erhöhen, sondern auch die Akzeptanz bei Empfängern, Gewerbetreibenden und Kommunen gesteigert werden. Im Rahmen des von der EU (EFRE) und dem Land Sachsen-Anhalt geförderten Projektes „Paket-KV-MD2“ hatte zuvor die Mediengruppe Magdeburg, unterstützt durch die FIApro UG sowie wissenschaftlich begleitet durch den Lehrstuhl Logistik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, ein neues Konzept für die Paketzustellung auf der „Letzten Meile“ entwickelt, das nun prototypisch mit dem Mikro-Depot in Stadtfeld Ost in der Praxis getestet wird.

Dabei handelt es sich um eine nachhaltige, gebündelte und flexible Paketzustellung, die auf einem Mikro-Depot, stationären und mobilen Paketstationen, vier E-Cargobikes von ONO sowie Swobbee Akku-Lade- und Wechselstationen basiert. Im Mikro-Depot werden die von den verschiedenen KEP-Dienstleistern gelieferten Sendungen von der Mediengruppe vorsortiert und dann gebündelt von den Paket-Raketen an die Paketstationen oder Empfänger:innen ausgeliefert. Die Kunden erhalten somit nur eine gebündelte Zustellung, statt auf mehrere einzelne von verschiedenen KEP-Dienstleistern zu warten. Prof. Dr. Hartmut Zadek, Leiter des Lehrstuhls für Logistik an der Otto-von-Guericke-Universität, ist überzeugt, dass das Pilotprojekt einen Einfluss auf die künftige Paketzustellung auf der letzten Meile haben wird.

„Die Otto-von-Guericke-Universität und das Team des Instituts für Logistik und Materialflusstechnik sind stolz, als Verbundpartner ein bislang europaweit einzigartiges Zustellsystem entworfen zu haben und auch in der Realisierung begleiten zu dürfen. Im Vergleich zu einer Zustellung mit Diesel-Transportern ergeben sich deutliche CO2-Reduzierungen und erstmals wird der Empfänger in der Lage sein, nicht nur über die Art der Zustellung, sondern auch die Bündelung seiner Lieferungen gleich welcher Herkunft selbst entscheiden zu dürfen – ein Paradigmenwechsel“, wirbt Zadek. 

Tobias Breyer, Head of Marketing und Mitgründer von Swobbee will mit der Akkuwechselstation einen Beitrag leisten, um Innenstadt-Logistik noch effizienter und nachhaltiger zu gestalten. Durch den schnellen Akku-Tausch seien die "Paket-Raketen" genannten Bikes immer einsatzbereit, die für eine deutliche Verkehrsentlastung der Innenstädte sorgen sollen.

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