Suzuki Across/Swace Hybrid: Neue Topmodelle kommen von Toyota

Zum 100. Geburtstag krempeln die Japaner ihr Programm für Europa um und ergänzen es um größere, von Toyota abgeleitete, elektrifizierte Modelle.

Der neue "Swace" entspricht dem Toyota Corolla Touring Sports. | Foto: Suzuki
Der neue "Swace" entspricht dem Toyota Corolla Touring Sports. | Foto: Suzuki
Robin Lang

Suzuki ist eigentlich im Segment unter vier Meter zu Hause – und spielt dort mit diversen Modellen groß auf. Trotzdem kommen die Japaner mit den CO2-Grenzwerten nicht so ganz hin, weshalb das Programm aktuell etwas umgestellt wird: Der kultige Geländegänger Jimny, von dem anfangs gar nicht genug Modelle für Europa produziert werden konnten, flog als Pkw aus dem Programm und kommt jetzt als zweisitziges Nutzfahrzeug ohne Rückbank wieder. Im Frühjahr 2021 wird die Variante eingeführt, flachem Ladeboden und Trenngitter 863 Liter Kofferraum bietet, immerhin 33 Liter mehr als die Pkw-Variante mit umgeklappten Rücksitzen.

Neues Topmodell ist der Plug-in-Hybrid Across, der direkt vom Toyota RAV 4 abgeleitet wurde. Das Antriebssystem besteht wie beim Toyota aus je einem Elektromotor an jeder Achse und dem 2,5-Liter-Benziner. Rein elektrisch soll der Across bis zu 75 Kilometer stromern.

Ebenfalls von Toyota kommt zum Jahresende noch der „Swace“ ins Programm, hinter dem sich ein umgelabelter Toyota Corolla Touring Sports verbirgt. Wie beim RAV4 beschränkt sich der Unterschied weitestgehend auf die leicht geänderte Frontpartie. Der Swace bietet alle wesentlichen Ausstattungsmerkmale des Toyota, inklusive dem 1,8-Liter-Hybridantriebsstrang mit CVT-Getriebe, der 122 PS (90 kW) leistet. Preise nannte Suzuki noch nicht, die Markteinführung soll im Laufe des Winters erfolgen.

Was bedeutet das?

Suzuki organisiert sein Programm neu, was den Margen und CO2-Werten hilft, den Charakter aber etwas verwässert. Denn bei den neuen Topmodellen handelt es sich 1:1 um Badge-Engineering und die gleichen Modelle gäbe es auch bei Toyota. Man darf gespannt sein, wie die Marke ihr Programm für Europa mittelfristig ausrichtet - denn bei den kompakten hat man nach wie vor spannende Allrad-Alternativen im Programm, die sonst keiner bietet. Dringend nötig wäre hier jetzt ein reiner Stromer.

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