Stuttgarter Straßenbahnen bauen ihr On-Demand-Konzept um

Die Schwaben schwenken von moovel auf die Software von ViaVan um und wollen damit einige kundenfreundliche Neuerungen ermöglichen.

Die App SSB Flex 2.0 soll nach dem Umstieg auf die Software von ViaVan unter anderem für Sehbehinderte besser bedienbar werden. (Foto: SSB)
Die App SSB Flex 2.0 soll nach dem Umstieg auf die Software von ViaVan unter anderem für Sehbehinderte besser bedienbar werden. (Foto: SSB)
Redaktion (allg.)
von Dietmar Fund

Unter dem Namen „SSB Flex 2.0“ hat die Stuttgarter Straßenbahn AG (SSB) am 7. Januar 2021 ihren On-Demand-Verkehr umgebaut. Technologiepartner für die Fahrgast- und die Fahrer-App ist jetzt ViaVan, das Joint Venture von Mercedes-Benz Vans und des kanadischen Unternehmens Via. Es tritt an die Stelle der Daimler-Tochter moovel, mit der das Konzept im Juni 2018 gestartet war und vor der Corona-Pandemie zuletzt rund 3.600 beförderte Kunden pro Monat vorweisen konnte.

Mit dem Schwenk auf ViaVan kommen eine App-Bedienung für Seheingeschränkte, die Internet-Buchung, eine Kommunikationsmöglichkeit zwischen Kunde und Fahrer bei der Abholung sowie Englisch als Alternative zur deutschen Sprache. In Vorbereitung ist die telefonische Buchungsmöglichkeit, die vorwiegend für Senioren mit weniger guten Smartphone-Kenntnissen gedacht ist.

Fahrzeugseitig möchten die SSB ihre Flotte schrittweise um Elektro-Vans vom Typ EQV erweitern. Geplant ist auch die Einführung barrierefreier Fahrzeuge mit spezieller Buchung, zu denen das Unternehmen noch keine näheren Angaben macht. Die Stadt Stuttgart jedenfalls fördert deren Anschaffung massiv.

Was bedeutet das?

Mit dem Projekt SSB Flex möchten die Projektpartner den öffentlichen Nahverkehr an Orten und zu Zeiten stärken, an denen bisher noch Lücken im Angebot bestehen. Damit wollen sie den Bürgerinnen und Bürgern den Verzicht auf das eigene Auto schmackhaft machen. Schon bisher gab es das On-Demand-Angebot im ganzen Stadtgebiet an allen sieben Wochentagen.

Printer Friendly, PDF & Email