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"Streetscooter" der USA: Tropos Motors startet in Europa

Der amerikanische Hersteller schloss mit dem Automobillogistiker Mosolf eine Vereinbarung zur Gründung des Ablegers Tropos Motors Europe.

Der Logistiker Mosolf will Tropos nach Europa holen. | Foto: Mosolf
Der Logistiker Mosolf will Tropos nach Europa holen. | Foto: Mosolf
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Gregor Soller

Vor einigen Jahren stand Tropos bereits auf der CES – auf einem kleinen, eher spärlich beleuchteten Stand, auf dem man erste Praxiseinsätze des Kompaktelektrikers zeigte. Ein so kleiner elektrischer Lieferwagen aus den USA für den dortigen Markt? Wird wohl eine kleine Nische bleiben – die dann doch immer größer wurde! Künftig sollen die Tropos-Stromer auch in Europa verkauft und sogar montiert werden. Ein Vorteil der Trops-Able-Reihe sind die (zumindest in den USA) leicht auswechselbaren Aufbauten. Dort kann das Das Fahrgestell in multipurpose je nach Einsatz umkonfiguriert werden, was vor allem für Behörden oder Kommunen interessant ist.

In der Nähe von Dortmund soll eine Produktionsstätte aufgebaut werden, um in den nächsten fünf Jahren Fahrzeuge für Europa und andere globale Märkte zu fertigen. „Wir sehen in Europa ein steigendes Absatzpotenzial für vollelektrische Kompakt-Nutzfahrzeuge“, sagte Jörg Mosolf, CEO der Mosolf-Gruppe. Man plant vierstellige Stückzahlen – was für ein Nutzfahrzeug dieser Kategorie durchaus beachtlich ist.

Das Spitzenmodell Able XR mit 26 kWh-Akku  (wobei WR für „extended Range“ steht) soll bis zu 260 Kilometer Reichweite bieten, das Topspeed ist auf 72 km/h limitiert. Die Geschwindigkeiten der schwächeren Modelle können der Gesetzgebung angepasst werden – in den USA sind das meist 25 bis 35 Meilen.

Interessant sind die Nutz- und Anhängelasten: Die betragen im öffentlichen Straßenverkehr 900 Kilogramm auf Betriebsgeländen rund 1360 Kilogramm. Die Zuladung gibt Tropos auf öffentlichen Straßen mit 500 Kilogramm, im geschlossenen Gelände mit 900 Kilogramm an – entsprechend schmilzt dann allerdings die Reichweite.

Was bedeutet das?

Wenn sich ein Logistikpraktiker wie Mosolf und ein US-Start-up aus dem Silicon-Valley mit einem sinnvollen Konzept zusammentun, könnte das auch in Europa Erfolg haben – nach dem Motto: Praktik trifft Technik.

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