Stellantis und Samsung investieren mehr als 2,5 Milliarden US – Dollar in Lithium-Ionen-Werk in USA

Das Joint Venture zum Bau einer Batteriefabrik für elektrifizierte Fahrzeuge in Kokomo im US-Bundesstaat Indiana soll Stellantis Elektrifizierungsziele in Nordamerika entscheidend voranbringen.

(Von L nach R) Shane Karr, Leiter Auslandsangelegenheiten bei Stellantis; Mark Stewart, Betriebsleiter bei Stellantis; Samsung SDI CEO Choi Yoon-ho; Indianas Governeur Eric Holcomb; Brad Chambers, Indianas Handelsminister und Kokomos Bürgermeister Tyler Moore.|Foto: Samsung SDI
(Von L nach R) Shane Karr, Leiter Auslandsangelegenheiten bei Stellantis; Mark Stewart, Betriebsleiter bei Stellantis; Samsung SDI CEO Choi Yoon-ho; Indianas Governeur Eric Holcomb; Brad Chambers, Indianas Handelsminister und Kokomos Bürgermeister Tyler Moore.|Foto: Samsung SDI
Thomas Kanzler

Stellantis und Samsung haben heute verbindliche, endgültige Vereinbarungen zur Errichtung einer Produktionsstätte für Batterien für elektrifizierte Fahrzeuge in Kokomo im US-Bundesstaat Indiana getroffen. Die Anlage soll 2025 in Betrieb gehen und eine anfängliche jährliche Produktionskapazität von 23 Gigawattstunden (GWh) haben. Ziel ist es, die Kapazität in den Folgejahren auf 33 GWh zu erhöhen. Die Gesamtkapazität würde sogar noch weiter steigen, falls sich die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen wie erwartet weiter erhöht.

„Vor knapp einem Jahr haben wir uns einer ambitionierten Elektrifizierungs-Strategie verschrieben, deren Basis fünf Gigafactories in Europa und Nordamerika sind“, sagte Carlos Tavares, CEO von Stellantis. „Die heutige Ankündigung stärkt unsere weltweite Präsenz in der Batterieproduktion weiter und demonstriert das Streben von Stellantis in Richtung einer dekarbonisierten Zukunft, die in unserem Strategieplan Dare Forward 2030 skizziert wird. Ich bin Gouverneur Holcomb und Minister Chambers sowie Bürgermeister Moore und ihren Teams sowie allen meinen Kolleginnen und Kollegen dankbar für ihre Unterstützung und ihr Engagement, um dieses Projekt nach Kokomo zu bringen. Kokomo ist eine Stadt mit einer reichen und langen Geschichte für unser Unternehmen.“

Produktionsstart bereits 2025 geplant

Das Joint Venture wird mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar investieren und 1.400 neue Arbeitsplätze in Kokomo und Umgebung schaffen. Die Investitionen könnten schrittweise auf bis zu 3,1 Milliarden US-Dollar steigen. Die neue Anlage wird Batteriemodule für eine Reihe von Fahrzeugen liefern, die in den nordamerikanischen Werken von Stellantis hergestellt werden. Der Bau der Anlage soll noch in diesem Jahr beginnen, die Produktion im ersten Quartal 2025 starten.

„Wir danken den offiziellen Vertretern des Bundesstaates Indiana sowie Stellantis für die Unterstützung bei der endgültigen Auswahl dieses Standortes“, sagte Yoon-ho Choi, Chief Executive Officer von Samsung SDI. "Durch das Joint Venture mit Stellantis haben wir uns ein solides Standbein in dem schnell wachsenden Markt für elektrifizierte Fahrzeuge in Nordamerika gesichert. Wir werden alles tun, um den Markt auch in Zukunft mit erstklassigen Qualitätsprodukten zufriedenzustellen und wir werden dazu beitragen, die Klimaschutzziele zu erreichen.“

„Es ist ein weiterer unglaublich aufregender Tag. Es ist großartig, wieder in Kokomo zu sein und eine so transformative Investition von Stellantis und unserem neuen Partner Samsung zu feiern“, sagte Gouverneur Holcomb. „Die heutige Ankündigung ist ein weiterer Schritt zur Positionierung von Indiana als führend in der Zukunft der Mobilität, der Batterietechnologie und sauberer Energie.“

Was bedeutet das?

Stellantis hat sich mit Samsung SDI einen kompetenten Partner ausgesucht. Ob der Autobauer auch von der neuesten Feststoff – Akku – Entwicklung des südkoreanischen High-Tech Konzerns profitiert, ist noch nicht bekannt. Samsung hatte kürzlich eine Feststoffbatterie vorgestellt, die 800 Kilometer Reichweite möglich machen soll.

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