Stellantis: Partnerschaft bei NiWest für Nickel und Kobalt angestrebt

Konzern stärkt Wertschöpfungskette der Produktion von Batterien für Elektrofahrzeuge und unterzeichnet eine unverbindliche Absichtserklärung. Erster Schritt zu langfristiger Partnerschaft für künftige Abnahme von Nickel- und Kobaltsulfat-Produkten in Akkuqualität aus dem Nickel-Kobalt-Projekt NiWest.

Von der Quelle: Stellantis will die Partnerschaft mit GME beim NiWest-Projekt in Australien zur Gewinnung von Nickel und Kobalt ausbauen. | Foto: GME
Von der Quelle: Stellantis will die Partnerschaft mit GME beim NiWest-Projekt in Australien zur Gewinnung von Nickel und Kobalt ausbauen. | Foto: GME
Johannes Reichel

Der Stellantis-Konzern und GME Resources Limited haben die Unterzeichnung einer unverbindlichen Absichtserklärung für den zukünftigen Verkauf von Nickel- und Kobaltsulfat-Produkten in Batteriequalität aus dem Nickel-Kobalt-Projekt NiWest in Westaustralien bekanntgegeben. NiWest ist ein hochmodernes Nickel-Kobalt-Erschließungsprojekt, das ca. 90.000 Tonnen pro Jahr Nickel- und Kobaltsulfat in Batteriequalität für den rasant wachsenden Markt für Elektrofahrzeuge produzieren wird. Bis dato seien mehr als 30 Millionen Australische Dollar in Bohrungen, metallurgische Testarbeiten und Erschließungsstudien investiert worden. Eine endgültige Machbarkeitsstudie für NiWest soll noch in diesem Monat beginnen. Der vorgesehene Standort der Aufbereitungsanlage befindet sich in einer Entfernung von etwa 30 Kilometern zu den Murrin Murrin-Aktivitäten, dem größten Nickel-Kobalt-Betrieb in Australien, der zum Glencore-Konzern gehört.

„Die Sicherung der Rohstoffquellen und der Batterieversorgung wird die Wertschöpfungskette von Stellantis für die Produktion von Batterien für Elektrofahrzeuge stärken. Zudem – und das ist ebenso wichtig – wird dieser Schritt dem Unternehmen helfen, sein ambitioniertes Ziel bei der Dekarbonisierung zu erreichen", erklärte Maxime Picat, Chief Purchasing and Supply Chain Officer von Stellantis.

Im Rahmen seines Strategieplans Dare Forward 2030 kündigte der Konzern an, bis 2030 einen Absatzmix von 100 Prozent batterieelektrischen Personenkraftwagen (BEV) in Europa und von 50 Prozent bei Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen in den Vereinigten Staaten zu erreichen. Man woll wird branchenführend bei der Eindämmung des Klimawandels sein, so die Absicht. Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen um 50 Prozent reduziert werden und bis 2038 sind Netto-Null-Emissionen das Ziel. Der Konzern mit seinen Tochtermarken Citroen, Peugeot, Opel und Fiat hat seine Versorgung mit kohlenstoffarmem Lithiumhydroxid Anfang des Jahres durch die Unterzeichnung von Vereinbarungen mit Vulcan Energy und Controlled Thermal Resources für Europa bzw. Nordamerika ausgebaut.

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