Stellantis mit drei Elektro-Plattformen - darunter "Giorgio" von Alfa?

Jetzt vielleicht doch noch: Nachdem Alfa Romeos „Giorgio“-Plattform seit Jahren nur für Giulia und Stelvio genutzt wird, könnte sie elektrifiziert die bekannten PSA-Plattformen eCMP und eVMP nach oben hin ergänzen.

Bisher nutzt "Giorgio" nur Alfa bei der Giulia und dem Stelvio. Als E-Plattform könnte sie doch noch auf große Stückzahlen für viele Marken kommen. | Foto: Alfa Romeo
Bisher nutzt "Giorgio" nur Alfa bei der Giulia und dem Stelvio. Als E-Plattform könnte sie doch noch auf große Stückzahlen für viele Marken kommen. | Foto: Alfa Romeo
Gregor Soller

Alfa und Plattformen – das ist immer so eine Sache: Schon der 159 hätte damals eine riesige Basis für diverse Alfa- und GM-Modelle bilden sollen - vom Vierzylinder-Diesel bis zum V8. Irgendwann wurde das ganze GM zu teuer, man zahlte Alfa aus und überließ das Ergebnis den Italienern, die eine hübsche, aber prinzipbedingt (zu) schwere Mittelklasselimousine daraus strickten. Auch der neuen Heckantriebsplattform „Giorgio“ – jetzt maximal fahrdynamisch, drohte das gleiche Schicksal: Außer bei Giulia und Stelvio kam sie nirgends im FCA-Konzern zum Einsatz.

Jetzt berichtet das Portal „clubalfa.it“, dass die Giorgio-Plattform derzeit von Maserati für reine Elektroautos mit 800-Volt-Architektur für bis zu drei E-Motoren angepasst werden. Die elektrische Giorgio-Plattform könnte dann von den Marken DS, Alfa Romeo, Maserati, Jeep, Dodge und Chrysler in ihren größeren Modellen genutzt werden. PSA hatte seinerseits eine eigenständige E-Plattform über der eVMP für größere Fahrzeuge angekündigt – ab 2023 – die sich PSA nun sparen kann. FCA wird dafür die CMP und e-CMP-basis für einen neuen Fiat Punto und einen neuen Fiat 500 X respektive L nutzen. Auch ein neuer Lancia Y wäre darauf schnell und günstig realisierbar.

Darüber hinaus sei es sehr wahrscheinlich, dass diese Plattform auch von den Herstellern Faraday Future und Seres (SF Motors) verwendet wird, mit denen FCA im vergangenen Jahr begonnen hat, über den Kauf von Technologie für ihre zukünftigen Elektroautos zu verhandeln. Damit würde FCA wie VW mit MEB ebenfalls „Lieferant“ einer E-Plattform.

Was bedeutet das?

„Giorgio“ zu elektrifizieren und endlich in großen Stückzahlen zu verbauen würde absolut Sinn machen. Zumal FCA aktuell in den USA bei Chrysler und Dodge viele völlig überalterte Modelle im Portfolio hat. PSA könnte ein Portfolio so ohne großen Aufwand nach oben erweitern, was vor allem für DS, in Teilen aber auch für Opel und Peugeot (große SUV) reizvoll sein könnte.

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