Stellantis: Kooperation mit Factorial Energy für Festkörper-Akkus

Nächster Schritt bei Stellantis: Nach der Kooperation für klimaneutrales Lithium mit Vulcan will man auch bei Festkörper-Akkus vorankommen und steigt in die Entwicklung bei Factorial Energy mit ein. Bis 2026 soll der ersten FEST-Speicher auf den Markt kommen.

Mehr drin: Festkörper-Akkus sollen das "nächste große Ding" in der Batterietechnologie sein und schnell zur Serienreife gelangen. | Foto: Stellantis
Mehr drin: Festkörper-Akkus sollen das "nächste große Ding" in der Batterietechnologie sein und schnell zur Serienreife gelangen. | Foto: Stellantis
Johannes Reichel

Der Stellantis-Konzern hat eine Entwicklungsvereinbarung mit dem US-Feststoffakku-Spezialisten Factorial Energy bekannt gegeben und will damit die Hochspannungs-Festkörperbatterietechnologie von Factorial vorantreiben. Die Vereinbarung umfasse auch eine strategische Investition, heißt es weiter. Die Franzosen hatten jüngst erst eine Kooperation mit Vulcan zum Bezug von CO2-neutralem Lithium verkündet und bauen damit die Reihe strategischer Partnerschaften weiter aus.

„Unsere Investition in Factorial und andere anerkannte Batteriepartner steigert die Geschwindigkeit und Agilität, die wir benötigen, um Spitzentechnologie für unser Elektrofahrzeug-Portfolio bereitzustellen.Initiativen wie diese werden eine schnellere Markteinführung und einen kostengünstigeren Übergang zur Festkörpertechnologie ermöglichen", glaubt Stellantis CEO Carlos Tavares.

Factorial hat eine nach eigenen Angaben wegweisende Festkörpertechnologie entwickelt, die zwei Mankos einer noch breiteren Akzeptanz von Elektrofahrzeugen im Wege stehen: Reichweite und Sicherheit. Siyu Huang, Mitbegründer und CEO von Factorial Energy sieht in der Kooperation "die einmalige Gelegenheit, die Einführung unserer sauberen, effizienten und sicheren Festkörperbatterie-Technologie auf dem Massenmarkt voranzutreiben.”

Stellantis kündigte im Rahmen des EV Day im Juli 2021 an, bis 2026 die erste wettbewerbsfähige Festkörperbatterietechnologie auf den Markt bringen zu wollen. Die Entwicklungen von Factorial basieren auf der FEST-Technologie (Factorial Electrolyte System Technology), die ein proprietäres Festelektrolytmaterial nutzt. Dieses soll eine sichere und zuverlässige Zellleistung mit Hochspannungs- und Hochkapazitätselektroden ermöglichen und wurde in 40-Ah-Zellen skaliert, die bei Raumtemperatur funktionieren. FEST soll zudem sicherer sein als die herkömmliche Lithium-Ionen-Technologie, die Reichweite erhöhen und sei zudem für eine einfache Integration in die bestehende Infrastruktur zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien sofort einsetzbar, wirbt der Anbieter.

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