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Stellantis investiert in E-Antriebe in Nordamerika

Auch in den USA will der Konzern die Elektrifizierung forcieren und stützt das mit einer lokalen Produktion elektrischer Antriebsmodule für die großen Plattformen STLA Large und Frame. Bis 2030 soll jedes zweite Stellantis-Fahrzeug elektrisch fahren, mehr als 25 Modelle sind angekündigt.

Born in the USA: Das EDM soll auch die Fahrzeuge am US-Markt unter Strom setzen. Bis 2030 will der Konzern jedes zweite Modell elektrisch antreiben. | Foto: Stellantis
Born in the USA: Das EDM soll auch die Fahrzeuge am US-Markt unter Strom setzen. Bis 2030 will der Konzern jedes zweite Modell elektrisch antreiben. | Foto: Stellantis
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Johannes Reichel

Der Stellantis-Konzern hat eine Investition von 155 Millionen US-Dollar in drei Werke in Kokomo, Indiana angekündigt und will dort neue elektrische Antriebsmodule (Electric Drive Module; EDM) produzieren. Diese sollen dazu beitragen, in Nordamerika hergestellte Elektrofahrzeuge anzutreiben und das Ziel unterstützen, wonach bis 2030 jedes zweite Fahrzeug in den USA verkaufte Fahrzeug des Konzerns batterieelektrisch zu machen. Bis zum Jahr 2030 sind in den USA mehr als 25 Markteinführungen von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) geplant, kündigte der Konzern weiter an. Das in Kokomo hergestellte EDM werde in Fahrzeuge integriert, die auf den Plattformen STLA Large und STLA Frame entwickelt werden. Das EDM ist eine Komplettlösung für den Antriebsstrang von Elektrofahrzeugen und besteht aus drei Hauptkomponenten – Elektromotor, Leistungselektronik und Getriebe –, die in einem einzigen Modul zusammengefasst sind, um eine bessere Leistung zu wettbewerbsfähigen Kosten zu erzielen. Die optimierte Effizienz des neuen EDM wird jeder Plattform zu einer Reichweite von bis zu 800 Kilometern verhelfen.

„Während wir in unseren europäischen Aktivitäten unseren erfolgreichen Übergang in eine dekarbonisierte Zukunft fortsetzen, setzen wir nun den selben grundlegenden Kurs für den nordamerikanischen Markt. Durch die Kombination der Vorteile des EDM mit unseren neuen BEV-zentrierten Plattformen und innovativen Batterietechnologien werden wir unseren Kundinnen und Kunden eine Vielzahl von Elektrofahrzeugen mit beispielloser Leistung und Reichweite zu erschwinglichen Preisen anbieten", versprach Stellantis-CEO Carlos Tavares.

Die Produktion werde nach der Umrüstung voraussichtlich im dritten Quartal 2024 anlaufen. Dank der Investition werden in den drei Werken mehr als 265 Arbeitsplätze gesichert. Mit mehr als 7.000 Beschäftigten in Indiana würden diese Investitionen die Kernkompetenzen der lokalen Arbeitskräfte in den Bereichen Gießen, maschinelle Bearbeitung und Montage nutzen, die auch dann noch benötigt werden, wenn der Markt in eine elektrifizierte Zukunft übergehe, erklärte Mark Stewart, Stellantis North America COO.

Seit 2020 hat der Konzern fast 3,3 Milliarden US-Dollar in Indiana investiert, um den Übergang zur Elektrifizierung zu unterstützen. Dazu gehören die jüngsten Ankündigungen von 643 Millionen US-Dollar für die Produktion eines neuen Motors für konventionelle und Plug-in-Hybrid-Anwendungen, eines Achtganggetriebes der nächsten Generation und ein Joint Venture für eine Gigafactory mit Samsung SDI.

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