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Sono Motors steuert um und launcht 50-Millionen-Euro-Fundraising-Projekt

Neustart beim Start-up: Nachdem sich kein Investor fand, der mit den Zielen der Gründer in Einklang zu bringen war, will Sono Motors jetzt in kürzester Zeit über ein europaweites Fundraising das Projekt eines nachhaltigen Elektroautos realisieren.

Blicken nach vorn: Die Gründer Jonas Christians und Laurin Hahn (re.) wollen ihren Prinzipien treu bleiben und startet ein europaweites Fundraising. | Foto: Sono Motors
Blicken nach vorn: Die Gründer Jonas Christians und Laurin Hahn (re.) wollen ihren Prinzipien treu bleiben und startet ein europaweites Fundraising. | Foto: Sono Motors
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Johannes Reichel

Nachdem der deutsche Mobilitätsanbieter Sono Motors auf dem Weg der klassischen Finanzierung über Investoren keinen Erfolg hatte, hat der Anbieter jetzt eine Community-Funding-Kampagne gestartet, nach eigenen Angaben eine der größten Europas. Bis zum 30. Dezember 2019 will das Unternehmen das Kampagnenziel von 50 Millionen Euro durch 2.000 Reservierungen von bestehenden und neuen Unterstützern erreichen. Mit dem Kapital will man vor allem die Produktionsanlagen und Serien-Prototypen des ersten Solar Electric Vehicle (SEV) Sion finanzieren. Die breit angelegte öffentliche Kampagne folge auf eine strategische Neuausrichtung in der Unternehmensfinanzierung, so das Mobilitäts-Start-up. Abseits klassischer Finanzierungsrunden beabsichtige man die nachhaltige Umsetzung der Unternehmensvision, der uneingeschränkte Fokus auf die Ziele sowie die Produktion und Auslieferung des Fahrzeugs sicherzustellen. Auch die Anschlussfinanzierung solle nach Absicht der Gründer durch die dem Vernehmen nach kontinuierlich wachsende Community getragen und um nachhaltige Investoren, die das Wertesystem und die Vision des Unternehmens teilen und unterstützen, ergänzt werden.

"Um Sono Motors zu finanzieren, sind wir den üblichen Weg eines Start-Ups gegangen. Im Laufe des Prozesses und in zahlreichen Verhandlungen mit internationalen Investoren haben wir immer wieder feststellen müssen, dass sich die Ziele und Erwartungen der Investoren nicht mit unseren Zielen und Werten vereinbaren lassen: Ein nachhaltiges Unternehmen aufzubauen, das bezahlbare und klimafreundliche Elektromobilität auf die Straße bringt", erklärten die Gründer. 

In einer der jüngsten Verhandlungen mit potenziellen Investoren habe es einen Schlüsselmoment gegeben, schildern die Jungunternehmer. "Wir hätten die Abwanderung unserer Technologien und Patente in Kauf nehmen müssen. Das wäre das Aus für den Sion gewesen. Wir haben uns gegen den Ausverkauf von Sono Motors entschieden", skizziert das Gründer-Duo den Hintergrund der Entscheidung. Nach ihrem Dafürhalten ließen sich "aggressives Wachstum und schnelle Profite kaum mit einem nachhaltigen Unternehmens- und Fahrzeugkonzept vereinbaren", das den Zugang zu bezahlbarer und klimafreundlicher Elektromobilität in der Breite ermöglichen solle, wie Laurin Hahn, CEO und Mitgründer formuliert.

„Wir haben uns im Spannungsfeld zwischen unseren Versprechen an die Reservierer und den Anforderungen von Investoren zerrieben", ergänzt Jona Christians, CEO und Mitgründer.

Der Sion soll das erste Serienfahrzeug werden, das Solar-Integration, Mobilitätsdienste und  eine bidirektionale Ladefunktion in einem Fahrzeug bündelt, das auf kurzen Strecken unabhängig von der Ladeinfrastruktur sein soll. Die Solarpanele könnten jährlich bis zu 5.800 Kilometer kostenlose und klimaneutrale Reichweite ermöglichen. Insgesamt könne man 260.000 Fahrzeuge mit erneuerbarer Energie in Schweden produzieren.

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