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Sono Motors: Carsharing-App ermöglicht erweiterte Community

Nach dem Launch der eigenen App, die private Pkw für eine kleine Community zugänglich macht, kann man den Kreis der Nutzer jetzt auch weiter fassen. Das soll die Auslastung privater Pkw um bis zu 150 Prozent steigern, vor allem auch am Land, verspricht der Anbieter.

Den Kreis erweitern: Mit einer neuen Funktion kann man sein Fahrzeug nicht nur einem kleinen Kreis, sondern einer größeren Community zugänglich machen. | Foto: Sono Motors
Den Kreis erweitern: Mit einer neuen Funktion kann man sein Fahrzeug nicht nur einem kleinen Kreis, sondern einer größeren Community zugänglich machen. | Foto: Sono Motors
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Johannes Reichel

Das Münchner Automobil-Start-up Sono Motors hat nach dem neulichen Start seiner App für privates Carsharing jetzt eine weitere Funktion zur Suche einer Community nachgelegt. Mit der App will man dazu beitragen, das ungenutzte Potenzial von rund 43 Millionen privaten Pkw in Deutschland zu erschließen, die durchschnittlich nur eine Stunde am Tag bewegt werden. Die App ermöglicht das Teilen von Fahrzeugen aller Marken innerhalb einer Community aus vertrauten Personen. Damit könne die Auslastung privater Fahrzeuge um bis zu 150 Prozent erhöht und die monatlichen Fahrzeugkosten für Besitzer*innen können um bis zu 85 Prozent gesenkt werden, wie Pilotprojekte des Unternehmens gezeigt hätten. Die neue Funktion namens „Find a Community“ ermöglicht es Pkw-Besitzer*innen, ihre Fahrzeuge nun öffentlich in der App anzeigen zu lassen. Damit könne man das Fahrzeug nicht nur mit Menschen teilen, die bekannt sind, sondern auch neue Mitglieder für ihre Community finden. Umgekehrt könnten Personen, die kein Auto besitzen, über die App bestehende Gemeinschaften in ihrer Umgebung finden und sich vernetzen, wirbt der Anbieter.

"Vor allem außerhalb von Ballungszentren, in denen andere Carsharing-Anbieter noch nicht oder nur rudimentär vertreten sind, kann die App eine große Wirkung entfalten", zeigte sich der Anbieter überzeugt.

Im Vergleich zu konventionellem Carsharing sieht der Anbieter seinen Vorteil in der Selbstbestimmung und Verwaltung. Über die gemeinsame Nutzung entstehe ein Gemeinschaftsgefühl, mit dem auch höheres Verantwortungsbewusstsein für das geliehene Fahrzeug einhergehe, so die Überzeugung. Für den Schadensfall ist ein Versicherungsschutz für Drittfahrer*innen inkludiert.

Die Wahl: Abrechnung nach Zeit, Strecke oder Pauschal

Die App ist über den Apple Store oder Google Play gratis abrufbar. Nach Registrierung mit dem Auto, wird dies öffentlich sichtbar eingestellt und man kann mit dem Aufbau einer Community starten. Aktuell werde die notwendige physische Schlüsselübergabe für Fahrzeuge durch einen nahtlosen Prozess innerhalb der App unterstützt, wirbt der Anbieter. Eine Nachrüstlösung dieser Fahrzeuge für eine schlüssellose Übergabe sei in Planung. Das Fahrzeug könne entweder im Voraus, beispielsweise für Wochenendreisen, oder auch nach Absprache spontan für kurzfristige Unternehmungen reserviert werden. Nach Benutzung muss der Pkw wieder in eine definierte „Homezone“ der Fahrzeugbesitzer:innen zurückgebracht werden. Den Preis legt man selbst fest. Die Abrechnung erfolgt pro Minute, gefahrenem Kilometer oder im Rahmen eines Pauschalpreises.

Bei der Konzeption von Sono Carsharing seien drei Fragen wichtig gewesen: Wie lässt sich die Anzahl an Pkw auf unseren Straßen reduzieren, gleichzeitig die Auslastung all dieser ‚Stehzeuge‘ erhöhen und als die Ressource Fahrzeug deutlich effizienter nutzen, erklärt Johannes Bückle, Head of Product bei Sono Digital.

"Das ursprünglich exklusiv für den Sion entwickelte Konzept war uns nicht genug, und so erweiterten wir den Kreis auf alle privaten Pkw. Mit der nun gelaunchten Erweiterung reagieren wir auf das Feedback. Wir ermöglichen eine noch einfachere Vernetzung und Bildung von Gemeinschaften und erhöhen gleichzeitig die Auslastung“, skizziert Bückle weiter.

Die App sieht man als wichtigen Baustein des Geschäftsmodells und der Vision einer Welt ohne fossile Brennstoffe, erklärt Jona Christians, CEO und Co-Founder von Sono Motors. Bis zum Launch des Sion wolle man mit der App die größte Carsharing-Plattform Deutschlands werden, durch Vernetzung der Community anstatt durch den Besitz einer eigenen Fahrzeugflotte, wie Christians betont. Die App werde bereits gut angenommen, und das Feedback aus der Community sei vielversprechend, so der Gründer.

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