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Songuo Motors: Revolution in der Fertigung

Auf der Soul Motorshow ging der südkoreanische Hersteller Songuo Motors an den Start.

Der südkoreanische Hersteller Songuo will in China vormontieren und im Exportland die Endmontage übernehmen. | Foto: Songuo Motors
Der südkoreanische Hersteller Songuo will in China vormontieren und im Exportland die Endmontage übernehmen. | Foto: Songuo Motors
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Gregor Soller

Die Elektromobilität bringt auch in Südkorea neue Marken hervor: Zum Beispiel die Marke NeuWai, die mit einer breiten Palette an kompakten Stromern an den Start gehen möchte. Das Angebot umfasst Zweiräder, Kleinwagen, SUV, Pickups und einen keinen Lkw. Alle auf der Messe gezeigten Modelle sollen in den nächsten 18 Monaten in Produktion gehen. Start ist 2020. Daneben plant NeuWai auch klassische Verbrenner.

Die eigentliche Revolution findet aber in der Fertigung statt: Hier nutzen die Koreaner eine Vormontage in einer 430.000 Quadratmeter großen Fabrik in Dezhou in der ostchinesischen Provinz Shandong. Danach sollen die dort montierten Fahrzeugkomponenten über Distributoren global vertrieben werden. Die Endmontage der SKD (semi-knocked-down)-Kits erfolgt dann immer erst im jeweiligen im Zielland.

Mittlerweile sollen sich interessierte Vertriebspartner aus 30 Ländern gemeldet haben, die entsprechende Verträge unterzeichnen wollen. Man darf gespannt sein, ob auch Partner aus der EU an Bord sind und aus welchen Ländern diese stammen werden.

Was bedeutet das?

Das Portfoilo von Songuo wirkt eher preisgünstig und wenig spektakulär – dafür umschifft die Fertigung teils geschickt Zölle: Je nach Einfuhrbestimmung könnten die Kits dann als „lokale“ Produkte verkauft werden. Wenn diese günstig genug sind, kann das durchaus eine Alternative sein und lokal für Arbeitsplätze sorgen. Der Ansatz ist nicht neu, wird hier aber erstmals sehr umfassend umgesetzt. Im Idealfall könnten sich vielleicht sogar Großflotten "ihre" Fahrzeuge selbst montieren.

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