Solaris: Zwei Urbino LE electric shutteln in Kleinstadt Szczytno

Auch Kleinstädte haben Ansprüche in Sachen emissionsfreier Mobilität. Die Beschaffung der Elektrobusse für Szczytno wurde allerdings mit EU-Mitteln gefördert.

Szczytno ist nach Ostróda eine weitere Stadt in der Woiwodschaft Ermland-Masuren, die auf Solaris-Batteriebusse setzt. (Foto Solaris)
Szczytno ist nach Ostróda eine weitere Stadt in der Woiwodschaft Ermland-Masuren, die auf Solaris-Batteriebusse setzt. (Foto Solaris)
Johannes Reichel
von Martina Weyh

Die 10.000-Einwohner-Stadt Szczytno im polnischen Masuren setzt auf nachhaltigen ÖPNV und auf  den polnischen Bushersteller Solaris. Im Rahmen des aus EU-Mitteln geförderten Projekts „Szczytno eine Stadt mit dem nachhaltigen öffentlichen Verkehr – Phase II” wurden jetzt zwei niederflurige Solaris Urbino 8,9 LE electric geordert, die innerhalb der kommenden zwölf Monate geliefert werden sollen. Zum Bestellpaket, das mit über 4 Mio. PLN (ca. 1 Mio. Euro) zu Buche schlägt, gehören auch zwei Ladegeräte mit einer Leistung von je 40 kW und der Aftersales-Service. Für die Fahrzeuge gewährt Solaris eine 3-Jahres-, für die Batterien eine 10-Jahres-Garantie.

Die Stadt Szczytno ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass man keine Metropole sein muss, um auf innovative Technologien zu setzen und dabei für ihre Einwohner und Umwelt zu sorgen“, so Petros Spinaris, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Solaris Bus & Coach S.A.

Technische Daten

Angetrieben werden die Batteriebusse, die bis zu 50 Fahrgästen Platz (davon 21 auf Sitzplätzen) bieten, von einem 160 kW starken Elektromotor. Die Energie liefern Solaris High Energy-Batterien mit einer Nennkapazität von insgesamt 200 kWh, die über einen Plug-in-Anschluss über Nacht oder während längerer Pausen geladen werden.

Die Türanordnung 1+2 soll einen schnellen Fahrgastwechsel gewährleisten, Tür 2 ist zudem mit einer Rollstuhlrampe ausgestattet. Die vollklimatisierten Solaris Urbino 8,9 LE electric haben geschlossene Fahrerkabinen mit voller Trennscheibe zum Passagierraum. Mit an Bord sind USB-Doppelbuchsen, ein Fahrgastinformationssystem mit sehbehindertengerechten Fahrtzielanzeigen sowie eine Videoüberwachung, die aus Kameras im Fahrgastraum, einer Rückfahr- und einer Frontkamera besteht.

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